Ausverkauftes Haus

(rk) Für die kommende Saison hat sich der FC Schalke 04 ein neues Ticketverkaufsystem für die Heimspiele ausgedacht. Diesmal soll es nur eine Verkaufsphase geben. Und die Ticketbörse soll nur noch bei ausverkauften Spielen geöffnet werden.

Wer in der vergangenen Saison in der Arena auf Schalke war, hat nicht nur zumeist schlechten Fußball gesehen, sondern immer mehr auch leere Plätze. Ausverkauft war das Stadion nur selten und so zieht der Verein nun seine Lehren daraus.

Fraglich ist, ob man die richtigen Lehren daraus gezogen hat. Nun sollen die Fans schon in einer einzigen Verkaufsphase ihre Heimspielkarten für die gesamte Saison ordern (zuvor waren es vier Phasen). Und das, ohne einen Spielplan zu kennen, geschweige denn den genauen Spieltag. Freitag Abend, Samstag Nachmittag, Samstag Abend, Sonntag Mittag, Sonntag Nachmittag, Sonntag Abend, dazu die englischen Wochen mit Spielen unterhalb der Woche. Alles ist in der Verlosung und die Fans sollen sich schon jetzt für ein Jahr im Voraus festlegen … und natürlich auch jetzt schon das gesamte Geld dafür überweisen.

Hinzu kommt, dass der Verein das offizielle Ticketportal, auf dem Fans ihre Tickets legal anbieten können, nur noch dann öffnen will, wenn der Verein selbst alle Tickets verkauft hat.

Das Ticketportal war immer eine gute Gelegenheit, nochmal einen günstigen Steher oder Sitzer zu bekommen, wenn andere Fans verhindert waren und ihre Tickets dort eingestellt haben. Diese Gelegenheit soll es nun nur noch bei ausverkauftem Haus geben. Für alle anderen Spiele (in der vergangenen Saison wären das die meisten gewesen) heißt es nun, Ausschau auf irgendwelchen inoffiziellen Plattformen zu halten. Oder auf die häufig sehr teuren verbliebenen Tickets im Shop zurückzugreifen. Oder dem Spiel fern zu bleiben.

Nach dem schlechten Abschneiden in der letzten Saison braucht man offenbar auch Geld in der Kasse.

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