Aber wer soll’s denn machen?

(rk) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind überwiegend alt. Zwar bezogen auf das Traineramt, dennoch aber in Teilen übertragbar, gilt auch hier das Zitat von Huub Stevens: “Ab jetzt müssen Jüngere ran.”

Die aktuellen Mitglieder im Aufsichtsrat haben schon die 60 erreicht oder werden sie bald erreichen. Einzige Ausnahmen sind der Gazprom-Vertreter Sergey Kupryanov – der aber weder an Aufsichtsratssitzungen noch an Mitgliederversammlungen teilnimmt – und Moritz Dörnemann, der im vergangenen Jahr in den Aufsichtsrat gewählt wurde.

Dr. Jens Buchta (56), Vertreter der sportlichen Abteilungen
Moritz Dörnemann (37)
Prof. Dr. Gesenhues (65)
Uwe Kemmer (54)
Ulrich Köllmann (61), kooptiertes Mitglied
Sergey Kupryanov (44), kooptiertes Mitglied
Peter Lange (63)
Dirk Metz (62), kooptiertes Mitglied
Huub Stevens (65)
Clemens Tönnies (63)
Heiner Tümmers (56), Vertreter des Schalker Fanclubverbands

Das Amt eines Aufsichtsrats erfordert aktive und intensive Mitwirkung sowie agiles Handeln – alles Dinge, die in jüngeren Jahren leichter fallen als im fortgeschrittenen Alter.

Die Schalker Vereinssatzung sieht zwar keine Altersobergrenze für Aufsichtsräte vor, dennoch findet man solche Regelungen in der “freien Wirtschaft” häufiger. Und auch der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine Altersobergrenze für Aufsichtsräte.

Es sollte die Bereitschaft der bisherigen, älteren Mitglieder des Aufsichtsrats reifen, sich aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen und den Jüngeren Platz zu machen.

Dies gilt auch für die Frage nach einer Nachfolge für den Aufsichtsratsvorsitzenden. Es wäre im Interesse des Vereins, wenn man hier hochqualifizierte Personen schon frühzeitig in die Gremienarbeit einbindet, um einen sauberen und reibungslosen Übergang zu ermöglichen und wichtige Netzwerke geplant überantwortet. Eine Hauruck-Aktion ist da vermutlich nicht besonders sinnvoll.

Wahlausschuss und Aufsichtsrat werden sich diesem Thema stellen müssen.

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