Durch Charly wurde mir klar, dass Schalke kein Verein wie jeder andere ist
07. Dezember 2009 | Veröffentlicht in Ausgaben, News | 3 Comments
Wie in der 64. Ausgabe des SCHALKE UNSER angekündigt, konnten wir nicht alle Eure Erlebnisse mit Charly in Printform veröffentlichen. Alle weiteren Erlebnisberichte, die uns erreichten, findet Ihr nun hier:
Charlys herzliche Art nach dem Abbruch
Es war vermutlich in der Saison 89/90. Wir waren jung (22, 23 Jahre), und wir spielten damals in der 2. Liga samstags auswärts beim FC Homburg in der 2. Liga. Ich fuhr selbst mit dem Auto, und nahm 2 Freunde mit, von denen einer auch ganz schwer Schalke-Fan ist, der Jörg.
Auf der Hinfahrt genehmigten sich meine Mitfahrer schon einige Pilsflaschen. Das Spiel wurde schließlich abgebrochen. Sehr frustriert wollten wir das Stadion verlassen. Am Bierstand schenkte uns der Bierzapfer noch etliche Biere, die meine mittlerweile “angeschossenen” Mitfahrer gerne annahmen. Völlig durchgeweicht durch den Regen gingen wir im nun schon leeren Stadion zum Ausgang, als und Charly nebst Gattin entgegenkamen. Jörg, mittlerweile völlig brack, schrie nur “CHARLY, CHARLY, CHARLY”, woraufhin dieser tatsächlich zu uns kam, und noch einige Minuten mit uns diskutierte.
Er wollte uns überreden, zum Wiederholungsspiel zu kommen, während Jörg ihm versuchte zu erklären, dass er ja wochentags nicht kann wegen der Arbeit. Ein heilloses Durcheinander.
Ich dachte mir nur: „Oh Gott, was mögen Charly und Frau wohl von uns denken?”. Aber Charly hatte so eine herzliche Art, dass überhaupt keine unangenehme oder peinliche Stimmung aufkam.
Es war einfach nur schön und lustig. Und ich kann das beurteilen, denn ich war nüchtern.
(Andreas)
Einen noch Dickeren
Ich weiss gar nicht mehr,wann es genau war, aber dieses Erlebnis bleibt mir unvergessen. Unsere Schalker machten ein Testspiel gegen eine polnische Olympiaauswahl in Korbach. Natürlich waren wir mit unserem Schalke Fan Club Korbach 1984e.V. auch zahlreich vertreten. Ich bat Charly um ein Foto von uns beiden. Er legte den Arm auf meine Schulter und sagte - da ich auch noch nie ein Leichtgewicht war - zu mir: „Du hast es gut.“ Auf meine Frage nach dem Warum antwortete er: „Jetzt kannst du deinen Freunden erzählen, du hast nen noch Dickeren gesehen” Jedes Mal wenn wir auf Charly zu sprechen kommen, sorgen diese 2 Sätze immer wieder für Belustigung..
Jürgen (Schalke-Fan-Club Korbach)
Immer ein offenes Ohr
Meine erste Begegnung mit Charly hatte ich 1977 beim Training der Schalker in der Glückauf-Kampfbahn. Ich war gerade 13 und fand Charly spitze. Er fragte immer: „Na Jung, alles klar?“ „Natürlich, Charly hast du Autogrammkarten für mich?“ Wenn keiner welche hatte, Charly hat immer welche dabei. Einige Zeit später, als Schalke 75 wurde, zückte er auf einmal das aktuelle Mannschaftsposter von damals, das Jubiläumsfoto und ein T-Shirt „75 Jahre Schalke 04“.1995, 18 Jahre nach meiner ersten Begegnung besuchte ich mit meinen Kindern die Schalker im Trainingslager in Ankum. Es war wie damals, nur, dass meine Kinder auf einmal den Charly fragten und was sage ich, der Charly hat sich in all den Jahren nicht verändert. Immer für die Fans ein offenes Ohr und ein herzliches Gespräch.
(Frank, Oldenburg)
Wechselgeld an der Tanke
Ich bin 47 Jahre alt, gebürtiger Gelsenkirchener, wohne jetzt in Wesel. Als Jugendlicher fuhr ich mit drei Freunden im Auto abends auf die Tankstelle an der Gewerkenstrasse in Gelsenkirchen. Vor uns an der Zapfsäule stand ein Mercedes SL. Ich saß im Auto hinten mit einem Freund, der auch Schalke-Fan ist. Die zwei Freunde vorne im Auto waren keine Schalker. Als vor uns aus dem SL der Fahrer ausstieg, erkannten wir ihn sofort und riefen beide, wie wir es aus dem Stadion gewohnt sind, „CHARLY, CHARLY, CHARLY“. Die zwei vorne schüttelten nur den Kopf und meinten nur abfällig: „Als wenn der euch jetzt grüßt, oder was?“. Und tatsächlich, Charly Neumann reagierte kaum, tankte und ging dann zum Bezahlen ins Tankstellenhaus. Die beiden vorne sahen sich bestätigt und stellten uns als blöd dar. Als Charly zurückkam, steuerte er direkt auf unser Auto zu, streckt sich soweit, wie es geht, vorne durch das Fahrerseitenfenster, strahlte über das ganze Gesicht und spricht uns beide an: „Mensch Freunde, ist das nicht super, unser Olaf spielt morgen das erste Mal für Deutschland, hier, nehmt mein Wechselgeld und trinkt euch da einen drauf“. Das werd ich nie vergessen, das war ein Zwanziger und etwas Kleingeld.
(Martin, Wesel)
Gesänge im Paternoster
Vor Jahren hatte ich im Rathaus in Buer zu tun. Und wer steht mit mir im Paternoster? Charly Neumann. Ich frage ihn, wie es ihm geht und er fragte mich direkt, ob ich ein Schalker bin. „Natürlich“, entgegnete ich ihm und er hob die Faust und rief: „Schalke, Schalke“. Unvergessen !!! Lachend stieg er vor mir aus dem Paternoster. Und ich hatte eine Gänsehaut… Einfach unglaublich, diese Schalker Persönlichkeit !!! Ich werde ihn nie vergessen !!!
(Günter)
Das etwas andere Weihnachtsgeschenk
Im Winter 1992 - ich war gerade zehn Jahre alt - war in der Sportbild die Autogrammadresse von Charly Neumann abgedruckt. Für mich als jungen Schalker und eifrigen Autogrammsammler von im Sport aktiven Menschen war sofort klar, ihm eine Anfrage zu schicken. Wenige Tage vor Weihnachten bekam ich dann ein kleines Paket (!) vom FC Schalke 04 geschickt. Eigentlich erwartete ich nur eine Autogrammkarte, doch was ich dann auspackte, übertraf alles: Ein Weihnachts-Wimpel, eine Anstecknadel im S04-Design, zwei Autogrammkarten von Charly und eine persönliche Karte, in der mir Charly schöne Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr wünschte - unterschrieben mit seinem Namen.
Ich war damals aus dem Häuschen, habe mich sehr über dieses Paket gefreut und denke heute noch an dieses Paket, wenn ich den Namen unseres ehemaligen Unikums höre.
(Johnny)
Ganz großes Tennis
Auch ich habe meine persönliche Erinnerung an Charlie, ich war 15 (1980), als sich die Lizenzspielermannschaft zu einem Freundschaftsspiel gegen den damaligen Oberligisten VFL Gevelsberg aufmachte und da waren sie also, die Idole Fischer, Rüssmann etc.
Leider waren sie so umlagert, dass ich (damals noch mit Kutte bekleidet, wie sich das als Halbstarker gehörte :-)), keine Autogramme mehr bekam. Dann kam Charlie, nahm mein Poster, bat mich, meine Adresse auf die Rückseite zu schreiben und nach 2 Wochen bekam ich Post - mein Poster mit allen Unterschriften zurück.
Für einen 15-jährigen, der die Blauen vergötterte, ganz großes Tennis, das werde ich im Leben nicht vergessen. Charlie, ruhe in Frieden, wir werden Dich nicht vergessen.
(Thorsten)
Fahne am Baumarkt
Als ich ca. 10 Jahre alt war, ging ich mit meinen Eltern zum Training auf Schalke, um mir Autogramme auf meine neue Fahne geben zu lassen. Alle haben unterschrieben: Jens Lehmann, Jiri Nemec, Ingo Anderbrügge und und und….. Ich war natürlich stolz wie Oscar! Auf dem Rückweg nach Hause hielten wir am Baumarkt an, weil mein Vater noch etwas besorgen musste. Als wir wieder zum Auto gingen, sah meine Mutter Charly in seinen Wagen einsteigen. Sie ergriff die Chance und lief vor seinen Wagen, um ihn anzuhalten. Natürlich hat er sich riesig gefreut, als ich mit meiner Fahne zu ihm ging, um mir auch von ihm ein Autogramm zu holen. „Wo is denn der Olaf? War der schon wieder nicht beim Training?“, fragte er mich, nachdem er sich die Unterschriften angesehen hatte. Glücklich stieg ich wieder in unser Auto ein. Bevor wir losfahren konnten, klopfte er bei meinem Vater an der Beifahrerseite: „Habt Ihr am Samstag schon was vor? Ich habe hier Karten für dich und deinen Sohn inne Kurve. Für Mutti hab ich ne Karte in der Ehrenloge mit Parkplatzkarte! Danach könnt ihr auch noch in den Blauen Salon! Wir sehn uns dann da!“ Natürlich haben wir die Karten genommen und hatten einen Riesen-Spaß! An diese Erlebnisse erinnere ich mich immer gern zurück! Danke Charly!
(Marc)
Charmeur im Supermarkt
Ja unser Charly, es war irgendwann im Jahre 1992, als ich mit meiner Mutter in einem Supermarkt in Gelsenkirchen-Scholven einkaufen war. Wir legten unsere Ware auf das
Band, als die Verkäuferin irgendwas um die 30 DM haben wollte, zückte Charly, der hinter uns der Kasse stand, seine Geldbörse und sagte zu meiner Mutter: „Junge Frau, heute zahle ich“. Mir klopfte er auf die Schulter und sagte: „So macht man das mit den Frauen“ und zog mit einem Augenzwinkern ab. Da hat man mal wieder gesehen, dass unser Charly ein
Mensch war, der sein Herz am rechten Fleck hatte.
(Holger)
Die Tante und das Eis
Es war 1993, ich ging zum ersten Mal in meinem Leben (damals drei Jahre alt) in das Parkstadion und natürlich in die Nordkurve.
Ich hatte damals schon eine eigene Kutte mit der Aufschrift Attacke Schalke. Charly sah mich (diesen kleinen Jungen) mit dieser Kutte, kam zum Zaun, an dem ich stand, reichte mir die Hand und fragte mich, was ich am meisten an Schalke mag. Ich habe damals geantwortet, dass ich das Eis am liebsten mag. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon zwei verdrückt. Charly überredete meine Tante dazu, mich noch ein Eis essen zu lassen und von da an war er für mich ein großer Held.
(Marcel)
Übeltäter im Wassergraben
Charly fehlt uns. Ich habe mit Charly so einiges erlebt. Er hat uns immer Mut gemacht, auch wenn es uns noch so dreckig gegangen ist. Spontan fällt mir da unser Testspiel am 22.10.1989 in Paderborn ein, als Charly Autogrammkarten von Eichberg verteilte und darauf hinwies: „Wenn der gleich ausse Kabine kommt, unterschreibt er.“. Da standen dann die Massen und hielten dem Günner die Karten hin, der den ,Übeltäter’ gleich ausmachte und nach Charly rief, der natürlich ,unschuldig’ war.
Oder unser Pokalspiel am 19.8.1992 in Göttingen: Charly kam wie immer inne Kurve, um uns zu begrüßen. Er winkte, jubelte so, wie es nun mal seine Art war. Wir sahen das Unheil kommen und der ganze Mob brüllte: „Charly pass auf!“ Doch er war so in Fahrt, dass er den leeren Wassergraben auf der Laufbahn nicht sah und nicht auf unsere Rufe reagierte, bis er dann in das Loch fiel. Er stand auf, kletterte aus dem Wassergraben und setzte seinen Gang fort. Ja, dat war unser Charly. Schalker Legenden sterben nie!
(Frank)
Eine Regenjacke als Andenken
Charly war sagenhaft. Er hat zu den Fans und auch zum Verein gestanden.Mein Erlebnis mit Charly Neumann war vor fast genau 10 Jahre an einem kalten nassen Tag auf Schalke. Ich war damals mit meinem Vater zusammen auf der Jagd nach Sachen für ein Schulfest meiner damaligen Schule. Nachdem wir beim Training einige Autogrammkarten der Schalker Spieler bekommen haben, sind mein Vater und ich auch noch zu einem seiner Restaurants (in der Nähe des Schloss Berge) gefahren, um auch von Charly Neumann Autogrammkarten zu bekommen. Nach einigen Stunden in der eisigen Kälte trafen wir ihn dann an. Er war, wie man ihn kannte, sehr, sehr freundlich. Ich bekam für mein Schulfest einige Autogrammkarten und als er dann sah, wie durchnässt ich war, machte er sein Auto auf und gab mir seine Regenjacke und ein paar Ansteckpins. Diese habe ich bis heute und freue mich jedes Mal darüber, wenn ich mir diese Seltenheit (eine Regenjacke von Charly Neumann!) anschauen darf.
(Stefan)
Echte Schalker
Als wir einmal Charly trafen und um ein Foto baten, sagte er spontan: „Gib mir mal die Kleinen, mal sehen, was echte Schalker sind.“ Nahm sie auf den Arm und ließ sich ablichten. War eine super Aktion.
Ich selber bin 50 Jahre und seit 43 Jahren blau-weiss, meine Kinder Sebastian und Sören haben alle Dauerkarten und Sören fährt seit 3 Jahren als Allesfahrer hinter unserem Club her. Sie erinnern sich genau wie wir immer wieder gerne an unseren Charly.
(Heinz)
Zehner an der Theke
Auch ich hatte mein ganz persönliches Erlebnis mit Charly Neumann. Und zwar folgendes: Es gab mal eine Zeit in den 80zigern, als Charly beim FC Schalke 04 „Stadionverbot“ hatte. Wir trafen uns mit ein paar Kollegen vor Schalke-Spielen immer in Gelsenkirchen-Bismarck, um dann zusammen und zu Fuß Richtung Parkstadion zu marschieren. Auf dem Weg kamen wir dann an der Gaststätte Freudenstein (heute Zoom-Geschäftsstelle) vorbei und sahen zufällig den Charly an der Theke stehen. Wir stimmten also vor der Kneipe ein paar Schalke-Lieder und natürlich auch die obligatorischen “Charly, Charly” -Rufe an. Zu unserer Überraschung kam Charly dann extra aus der Kneipe, um uns viel Spaß und Schalke zwei (damals gab es nur zwei) Punkte zu wünschen. Da er selbst nicht ins Stadion konnte, gab er einem von uns 10 DM und sagte, wir sollten für ihn ein Bier mittrinken. Beim Hinausziehen des Zehners rutschte ihm ein weiterer 10 DM-Schein aus dem Portemonnaie, was er aber nicht bemerkte. Wir bemerkten es aber sehr wohl und wollten Charly den Zehner wiedergeben, was er aber mit folgenden Worten verhinderte: „Weil ihr so ehrlich wart, dürft ihr den auch noch behalten.” Dieses Erlebnis ist mir und meinen Kumpels bis heute in Erinnerung geblieben. Damals war ich gerade 18 Jahre alt und heute mit 44 freue ich mich immer noch über die 20 DM.
(Christian, Schalke-Fan-Club “Immer blau” Haverkamp)
Charly in Halle a.d. Saale
Am 18. Mai 1994 traf in einem Freundschaftsspiel der damalige Verbandsligist VfL Halle 1896 im ”Stadion am Zoo” auf den S04. Das der Endstand von 0:5 am Ende eigentlich das Unwesentlichste gewesen ist, lag sicher auch daran, dass der umtriebige Mannschaftsleiter der Königsblauen in seiner zugänglichen und herzlichen Art sehr schnell die 5000 Zuschauer in seinen Bann zog. Ich persönlich konnte als Stadionsprecher miterleben, wie uns Charly besonders unseren Nachwuchskickern zugetan war. Mitgebrachte Souvenirs des S04 gingen so hauptsächlich an die Jüngsten, welche bei den „Verteilungsschlachten’“ ja völlig unterlegen gewesen sind. Aber auch die kurzfristige Organisation für Fotos mit den damaligen S04- Stars Youri Mulder, Yves Eigenrauch, Ingo Anderbrügge, Andreas Herzog, Mike Büskens oder Jürgen Luginger wurde von Charly bestens gemeistert. Auch im Kreis der „Großen“ wusste sich Charly Neumann zur Freude aller bestens in Szene zu setzen. Während des Abendessens beider Mannschaften fand das Finale in der Champions League zwischen dem FC Barcelona und dem AC Mailand statt (0:4). Selbst kurz vor Spielschluss ging
Charly dann mit mir eine „verheerende“ Wette ein. Der Gute vertrat, sicher nicht ganz ernst gemeint, die Meinung, dass Barca dem Spiel noch eine entscheidende Wende gibt und das vor Augen und Ohren geballter Fußballkompetenz. Das Ganze endete dann ein oder zwei Jahre später in Dresden, wo der S04 in der Bundesliga anzutreten hatte. Im Mannschaftshotel des S04 trafen wir uns dann zur Einlösung der Wettschuld, welche im Verzehr einiger Pilsken bestand. Mit der Absicht, sich irgendwann einmal wieder zu sehen, gingen wir auseinander. Diese Absicht in die Tat um zu setzen bot sich dann zumindest meinerseits im Sommer 2007. Zu dieser Zeit war ich mit unserer Mannschaft, als Gewinner des „Victoria- Trainingscamps“, fünf Tage auf Schalke. Leider musste ich an diesen herrlichen Tagen von Andy Müller erfahren, dass es bereits hier um die Gesundheit von Charly nicht mehr zum Besten stand, ein Widersehen also nicht möglich gewesen ist. Und dann hieß es für immer Abschied nehmen von einem großen Schalker mit einem großen Herzen für alle.
Umso mehr freut mich heute, wie sich die aktuelle Mannschaft präsentiert. Da sind endlich wieder die Tugenden der großen 97-er Mannschaft zu sehen und Charly hätte daran sicher auch seine helle Freude.
(Andreas, Pressesprecher VfL Halle 96)
Charly als Busfahrer
Als ich ca. 6 - 7 Jahre alt war, guckte ich mir mit meinem Vater ein Freundschaftsspiel der damaligen Schalker Elf an. Als ich den Mannschaftsbus sah, wollte ich ihn mir angucken und ging mit meinem Vater zum Bus. Als ich am Bus ankam, rief Charly:,,Kannst ruhig reinkommen!’“ . Ich erschreckte mich fürchterlich und hatte erst einmal Angst. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich dann, dass er der Busfahrer wäre und dachte dies auch über einen langen Zeitraum. Ich kann immer wieder über diese Geschichte lachen und durch dieses Erlebnis werde ich unseren Charly auch nie vergessen.
Ruhe in frieden Charly. Ich werde dich niemals vergessen
(Stefan)
Charly hat es prophezeit!
Mit 12 Jahren durfte ich das erste Mal 1989 in das Parkstadion. Leider war unser Verein damals in der 2. Liga und kämpfte gegen den Abstieg. Vor einem Spiel hatten wir vom Fanclub Fredeburg erst noch ein Treffen mit dem damaligen Präsident Günther Eichberg und Charly Neumann. Charly war supernett und gab Autogramme und er prophezeite (wie sollte es anders sein) einen Sieg an diesem Nachmittag und dass Schalke nicht absteigen würde! Und natürlich hatte er recht:
Schalke siegte vor 66.000 Zuschauern in der 2. Liga (damals war der beste Zuschauerdurchschnitt in der 1. Liga bei Doofmund mit 30.000!) mit 4:1. Blau-Weiß Berlin ging erst mit 0:1 in Führung. Totenstille im Stadion! Dann kamen Anderbrügge, Edelmann, Klinkert und Schlipper! Ich habe diese Atmosphäre nie vergessen! Bei jedem Tor lagen sich alle in den Armen! Eines der schönsten Momente im Parkstadion für mich persönlich!
(Axel)
Treffen in Leipzig
Am 30.07.1996 war Schalke zu Gast in Leipzig, um das Freundschaftsspiel FC Sachsen Leipzig gegen S04 zu bestreiten (Endergebnis: 1:4). Nach Spielende blieben wir mit unserer Familie noch ein bisschen und trafen zufällig Charly. Es war ein Moment der puren Freude. Seine Liebe zum Verein und vor allem zu den Fans sowie sein Engagement war ihm stets anzusehen. Wir werden den Tag nie vergessen, denn er ist ein Tag „Geschichte“!
(Ines)
Ein Kavalier der alten Schule
Vor 27 Jahren hatte ich eine besondere Begegnung mit Charly Neumann. Ich wollte mit meiner gerade geborenen Tochter Katharina im Kinderwagen, mit der Straßenbahnlinie 301, nach Buer fahren. Da die „alten“ Straßenbahnen der BoGeStra sehr hoch waren, war es für mich unmöglich, den Kinderwagen alleine in die Bahn zu heben. Keiner der Fahrgäste machte irgendwelche Anstalten, mir zu helfen. Auf der Straße näherte sich eine große Limousine (Audi 100). Der Wagen fuhr bis direkt vor den Kinderwagen. Aus dem Wagen sprang damals Charly Neumann. Mit einem lockeren Spruch gab er mir zu verstehen, dass er mir beim Einsteigen helfen wolle.
Charly war eben ein Kavalier der alten Schule! Noch heute denke ich oft an diese Begegnung mit Charly. Ob in seinen Restaurants oder privat beim Einkaufen, er war immer ein lustiger Typ.
Auch ich bin seit 8 Jahren mit dem FC Schalke 04 eng verbunden. Ich arbeite
im Catering-Service in der Nordkurve (Kiosk 306). Auch dort haben wir ein Bild von Charly Neumann aufgehängt um an ihn zu denken. Und auch hier gibt es hilfreiche und nette Fans.
(Susanne, Gelsenkirchen)
Karte aus dem Schwarzwald
Wir schrieben das Jahr 1979. Schalke hatte ein Sommertrainingslager auf der Saiger Höhe im Schwarzwald. Dort hatte ich meine erste Begegnung mit Charly Neumann. Schon dieses erste Gespräch zeigte, wie viel Freude, Begeisterung und Nähe zu den Fans dieser Mann ausstrahlte.
Später trafen wir uns im Restaurant am Nienhauser Park. Ich hatte meiner Tochter, die in Köln studierte, eine Karte geschrieben. Charly, der das sah, bot sofort sein Autogramm an. Nicht genug damit, er nahm auch die Karte an sich, um sie dann loszuschicken. Die Karte kam bei meiner Tochter mit einigen Zeilen von Charly Neumann an.
An Elternsprechtagen auf Schalke
Wenn ich an Erlebnisse mit Charly denke, dann gibt es ein ganz Besonderes. Als ich noch Schüler war, gab es an Elternsprechtagen immer einen Tag frei. Diesen Tag haben mein Freund Matthias und ich oft dazu genutzt, um mit dem Fahrrad von Wanne-Eickel früh morgens nach Gelsenkirchen zu fahren. Bepackt mit Trikot, Fußball, Butterbrot und Getränken haben wir das Training der 1. Mannschaft verfolgt, um anschließend auf dem noch nicht infrastrukturell erschlossenen Platz (direkt neben dem Trainingsplatz) zu pöhlen, in der
Hoffnung, von Jörg Berger oder Huub Stevens entdeckt zu werden.
Dazu hat es nie gereicht, dennoch wurden wir belohnt, als wir vor dem Parkstadion auf die Mannschaft gewartet haben. Charly kam, hat uns in den Arm genommen und wir durften ein Foto mit ihm machen. Dieses Foto existiert immer noch und ist ein Stück Schalke für mich und meinen Freund…In diesem Sinne, Glückauf Charly, Glückauf Schalke!
(Gordon)
Mit Charly und Oskar im Pub
Meine damalige Freundin und jetzige Frau sind 1990 nach Gran Canaria geflogen. Ich hatte vor, nach Puerto Rico zu fahren um Oskar Siebert zu sehen. Da stellten wir fest, dass Oskar nun auch in Playa ein Lokal hatte.
Wir wohnten direkt um die Ecke, gingen also in den Pub von Oskar. Als Schalker wurde man von Oskar begrüßt, als ob man ihn schon seit dem Dreißigjährigen Krieg kenne. Wir tranken Bier, er gab mir Autogramme und plötzlich stand Charlie neben mir, legte seine Hand auf meine Schulter und schaute neugierig, was Günter Siebert da so schrieb.
Wir unterhielten uns über Schalke und darüber, dass alles besser werden würde. Er wusste aber bestimmt, dass Schalke nun mal Schalke bleibt. Abends nahmen wir uns dann wieder vor, noch mal in Oskars Pub zu gehen. Meiner Frau ging es aber so schlecht, weil sie einen Hitzeschlag und einen Mörder-Sonnenbrand hatte. Ich schmierte sie mit Quark ein, fixierte sie in einem nassen Handtuch und ließ sie zurück mit der Aussage: „Ich bleib nicht lange“. Im Schalkeschritt düste ich in den Pub und traf die beiden wieder. Günter und ich tranken viel Bier mit Charly, wenn er mal nicht tanzte. Immer hörte man sein einnehmendes Lachen.
Da fiel ihm plötzlich auf, dass ich alleine war und er wollte wissen, wo denn meine Freundin sei. Nachdem er erfahren hatte, dass ich sie leidend zurück ließ, schaute er enttäuscht, als ob er um einen Tanz betrogen wurde. Während Günter Siebert mir erklärte, wie er sich für die Schäferhunde, welche den Friedel Rausch gebissen hatten, im nächsten Spiel rächte, fragte mich dann der Charly, ob ich nicht langsam mal nach meiner Freundin schauen will, denn es wurde langsam hell.
Das war für mich dann auch Anlass genug, zu zahlen und ins Hotel zu torkeln.Noch heute wirft meine Frau mir vor, dass ich für Charly und Günter meine Frau vernachlässigte, als es ihr schlecht ging. Dies ist eine meiner schönsten Erinnerungen aus meinen verschiedenen Urlauben.
(Dirk, Hagen)
Bedingungsloser Optimist
Ich hatte in den 90ern ein Erlebnis mit Charly auf der Jahreshauptversammlung. Wir waren im letzten Drittel der Saison und ganz unten in der Tabelle. Es gab viel Ärger und viele negative Meldungen zu besprechen. Als ein Reporter Charly dann nach dem Saisonziel fragte, antwortete dieser so wie wir ihn kennen: „Ach Jungs, hört mal: Es sind doch erst ein paar Spieltage gespielt. Platz sechs ist durchaus noch realistisch.“ Dat war Charly.
(Gerri, Alsdorf)
Gänsehaut
Mit Charly hatten wir, die „Werther Knappen“, ein aus unserer Sicht unvergessliches Erlebnis.Hintergrund war der 50. Geburtstag unseres Fan-Kneipen-Wirtes Hans Föcking am 09.01.1999. Schon lange vorher hatten wir überlegt, wie wir unseren Chefzapfer überraschen könnten. Bei den ganzen Überlegungen keimte auf einmal die Idee auf, ob man nicht irgendwie Charly Neumann als Überraschungsgast engagieren könnte. Dieser Vorschlag löste sofort Begeisterung aus, die sich dann aber langsam wieder legte, weil wir auch nicht richtig wussten, wie wir es anstellen sollten. Trotzdem wurde der Gedanke weiter verfolgt und später tatsächlich auch in die Tat umgesetzt.
Sehr geholfen hat uns dabei Uschi Dagott von den Blau-Weißen Klausen-Fans aus Wesel, die uns den Kontakt zu Charly hergestellt hat. Zum Heimspiel gegen Gladbach irgendwann im Herbst 1998 war es dann so weit. Mein Kumpel Jürgen und ich trafen uns mit Charly auf dem Parkplatz vor der Geschäftsstelle. Nachdem wir kurz unser Anliegen vorgetragen hatten, bat Charly um eine Telefon-Nummer von uns und wollte sich dann wieder melden. Das Stückchen Papier mit der Rufnummer steckte er dann in sein mit diversen Zetteln und anderen Scheinen gut gefülltes Portemonnaie.
Jürgen und ich schauten uns an und hatten irgendwie beide den gleichen Gedanken: Das war’s. Wieso sollte Charly auch so etwas machen. Er bekommt bestimmt zig solchen Anfragen. Na gut, es war ein Versuch wert. Wir kannten Charly schlecht……..
Ich kann jetzt nicht mal mehr sagen, wie viele Tage später es war. Ich weiß nur noch, dass meine Frau eines Abends mit dem Telefon in den Keller kam, wo ich gerade etwas gegen die Wölbung an meinem Bauch tat. O-Ton meiner Ehefrau: „Da ist irgendjemand von Schalke.“ Noch etwas aus der Puste nahm ich den Hörer und vernahm umgehend Charlys Stimme. „Sach ma, wie wird der Föcking geschrieben, mit - F- oder mit - V -?“ Mir versagte erst mal die Stimme. „Mit - F -“ konnte ich dann doch heraus bekommen. „Mist, wir haben im Moment keinen mit - F -, Fischer ist ja nich mehr da. Aber egal dat kriegen wir hin.“
Noch ein kurzes Hin und Her und die Absprache, sich kurz vor dem Geburtstagstermin noch mal telefonisch zu melden.
Ich war baff, sprachlos und total happy. Dieser Anruf schien die Garantieerklärung, dass wir tatsächlich Besuch von Charly Neumann bekommen sollten. Es gingen dann wieder einige Tage ins Land, bis zu dem Anruf von – ich meine – Peter Peters. Er teilte mir mit, dass Charly genau an dem 09.01.1999 zu einem Sponsorentermin zu VELTINS nach Meschede sollte. Charly hatte ihm gegenüber aber wohl gesagt, dass wir zuerst angefragt hätten und er es gefälligst mit uns absprechen sollte. Peter Peters fragte also nach, ob nicht auch Peter Sendscheid für Charly einspringen könnte. Von dieser Idee war ich erst einmal verständlicherweise nicht so begeistert, obwohl ich alleine schon die Tatsache, dass uns von Schalker Seite ein Kompromiss unterbreitet wurde, sehr bemerkenswert fand.
Da der Sponsorentermin allerdings am Nachmittag sein sollte, einigten wir darauf, dass Charly am Vormittag zu uns kommen könnte, was sich im Nachhinein als Glücksgriff heraus stellen sollte.
Am 09.01.1999 war es dann so weit. Jürgen und ich fuhren morgens zum Schloss Berge, um Charly abzuholen. Nach diversen Kännchen Kaffee mussten wir dann in sein Büro. Das Erste, was uns anlächelte, war ein Bilderrahmen mit einem Trikot mit der Nr. 50 und dem Namen „Föcking“. Ich bekam eine Gänsehaut. Anschließend nahm Charly noch einige Wimpel und CDs mit. Die Fahrt mit Charly war äußerst kurzweilig.
Als wir in Werth ankamen war die Kneipe rappelvoll. Es hatte sich schon als Gerücht herumgesprochen, dass ein besonderer Gast aus Schalke kommen sollte (so richtig geglaubt hat es aber wohl niemand). Als Charly die Kneipe betrat, hielt er sich erst mal den Bilderrahmen vor das Gesicht, und dann war der Jubel groß. Was nachher bei uns in der Kneipe los war, lässt sich nur schwer in Worte fassen. In seiner bekannt fröhlichen und kumpelhaften Art hat er dafür gesorgt, dass dieser etwa 2-stündige Besuch von keinem der Gäste jemals vergessen wird. Da auch eine Abordnung des Isselburger Blasorchesters samt ihrer Instrumente unter den Gratulanten war, wurde einige Male das Schalker Liedgut angestimmt. Schon wieder Gänsehaut.
Ein Anhänger der Bazen fragte mich an dem Tag noch, was uns der Auftritt von Charly denn gekostet hätte. Ich habe ihm gesagt, dass es natürlich nichts gekostet hat. Ganz im Gegenteil, Charly hätte sogar noch einige Geschenke für das Geburtstagskind und seine Gäste mitgebracht. Ihr hättet mal sein blödes Gesicht sehen sollen.
Und spätestens da wusste ich, dass mein Herz für den richtigen Verein schlägt.
DANKE CHARLY
(Dieter, Werther Knappen)
Die Sache mit der Anschrift
In den Jahren 1973-74 genau weis ich es nicht mehr,spielte Schalke in Lothe (Kreis Lippe).
Ich war als 10-1-jähriger Junge mit meinen Vater zu diesem Freundschaftsspiel gefahren, nervös wartete ich auf den Schlusspfiff, um von den Spielern Autogramme zu ergattern.
Also lief man nach Ende des Spiels auf das Feld in der Hoffnung, dass es klappt, leider dachten auch viele Fans das Gleiche und es war auf dem Platz ziemlich voll. Die Spieler verspürten keine große Lust, alle Wünsche zu erfüllen, kurz gesagt: Viele (so auch ich) bekamen kein Autogramm und ich war den Tränen nah.
Aber dann trat Charly auf: „Jungs, ihr müsst nicht traurig sein, die Spieler müssen schnell wieder nach Hause, um sich zu regenerieren aber ihr schreibt mir auf einen Zettel eure Anschrift und ich sorge dafür, dass euch die Autogramme per Post zu geschickt werden.“
Ich kramte also nach langemSuchen ein Zettel hervor und schrieb die Anschrift drauf. Den Zettel habe ich Charly gegeben und er hat ihn mit vielen anderen Zetteln in seine Trainingshose gesteckt. Zufrieden und in freudiger Erwartung fuhr ich nach Hause. In den folgenden Tage und Wochen wartete ich vergeblich auf die Autogramme, sie kamen nie an.
Viele Jahre später war ich beim Training und wollte wieder mir Autogramme besorgen, nur die Spieler bekam ich nicht alle auf mein Poster. Da lief mir Charly über den Weg, er sagte: „Schreib mir deine Anschrift auf einen Zettel und ich sorge dafür, dass du sie bekommst. Ich erzählte ihm die Geschichte des kleinen Jungen aus Lothe und er musste lachen und sagte dann: „Warte mal einen Augenblick.“ Er besorgte mir alle Autogramme. Danke Charly.
(Volker Haimann)
Mit dem Schülerticket ins Trainingslager
Es war Juni/Juli 1994 , als ich mit 13 Jahren zusammen mi einem Klassenkumpel und dem Schüler-Ferien-Ticket aus meiner Heimat Göttingen nach Barsinghausen (Nähe Hannover) zum Trainingslager der Schalker fuhr, um mir dort einmal das Training anzuschauen. Es war toll, die „Stars“ wie Mulder, Thon oder Anderbrügge einmal hautnah zu erleben. Für mich total überraschend war der freundliche und direkte Umgang mit den Fans. Bald entdeckte uns auch Charly Neumann, der sich über unsere Herkunft etc. erkundigte. Schnell organisierte Charly gemeinsame Fotos mit den Spielern und sorgte sogar dafür, dass Jörg Berger das Training kurz für ein gemeinsames Foto unterbrach. Wir waren begeistert. Da der letzte Zug schon bald wieder fuhr, verabschiedete man sich und versprach, in den nächsten Tagen ebenfalls beim Training sowie dem abschließenden Freundschaftsspiel in Ricklingen vorbei zu schauen. An dieser Stelle sei auch Rudi Assauer erwähnt, der uns persönlich zum Bahnhof fahren wollte, eine Autobesetzung von Fans übernahm dann aber diesen Job. Am nächsten Tag erfolgte dann die große Überraschung. Charly hatte wohl beim abendlichen Essen über uns berichtet und kam direkt auf uns zu. Er berichtete über eine begeisterte Reaktion der Mannschaft, überreichte uns jeweils 50 DM für unsere Fahrtkosten und versprach, sich nach Karten für das große Freundschaftsspiel gegen Bayern München um zu schauen. Wenige Tage später trafen diese tatsächlich für die Haupt- und Ehrentribüne ein. Das Spiel haben wir dann natürlich mit unseren Familien besucht und ich bin seitdem regelmäßig als Exilschalker auf Schalke und auswärts gefahren. Was uns beeindruckt hat, waren nicht die Ballkünste der Spieler im Training oder die tollen Geschenke, sondern der fannahe und sympathische Verein FC Schalke 04, insbesondere gelebt in der Person von Charly Neumann.
(Jens, Bremen)
Es war vor dem ersten Auswärtsspiel im UEFA-Cup 96/97 bei Roda Kerkrade. Ich arbeitete seinerzeit in Bielefeld und mein damaliger Chef kannte meine erfolglosen Bemühungen, eine Karte für dieses erste Auswärtsspiel auf auswärtigem Boden zu erhalten. Schalke spielte am Vorwochenende in Bielefeld und mein Chef rief spontan im Mannschaftshotel an und ließ sich mit Charly verbinden. Am darauf folgenden Montag klingelte mein Telefon in der Dienststelle: „Hallo, hier ist Charly Neumann“ Nachdem ich merkte, dass mich niemand „auf den Arm nehmen wollte“ und es tatsächlich Charly war, hat mich dieses persönliche Kümmern um einen ,stinknormalen Fan’ wie mich bis heute tief beeindruckt. Unabhängig davon, dass ich kostenlos mit einem VIP-Bus und 2 Eintrittskarten nach Kerkrade mitfahren konnte, habe ich diese Geste bis heute nicht vergessen und häufig erzählt. Ich bin auch Schalker, weil Menschen wie Charly diesen Verein so einzigartig machen. Danke Charly
(Andreas, Herne)
Mein Bruder war Brummifahrer. Als er mal in Wulfen unterwegs war, stand mitten auf der Kreuzung ein Benz und blockierte die Durchfahrt. Als Brummifahrer drückt man natürlich erst mal auf die Hupe. Die Mercedes-Tür ging auf und ein etwas stämmiger älterer Herr steigt aus. Als er sieht, dass mein Bruder einen Schalke-Wimpel im LKW hängen hat, beugt er sich ins Auto, holt einen etwas größeren Wimpel und entschuldigt sich bei meinem Bruder, der Charly jetzt auch erkannt hatte. Eine Geschichte, die zeigt, wie dicht Charly bei seinen Fans war. Vielleicht schauen die beiden jetzt von oben zusammen die Spiele.
(Bernd)
In den Siebzigern fuhr ich als 13-Jähriger das erste Mal alleine von Wesel zum Parkstadion(damals ne Weltreise). An der Straßenbahnhaltestelle bei Bosch stieg Charly ein. Ich dachte noch: „Hat der sich vertan?“ Aber nein, er ging durch die Bahn und fragte jeden, ob er denn schon im Besitz einer Eintrittskarte wäre. Ich verneinte seine Frage, worauf er einen Stapel Eintrittskarten hervorholte und mir eine mit den Worten übergab: „Aber gut anfeuern heute.“ So war unser Charly.
(Hans-Georg)
n den 80er Jahren (ich war damals ca. 14 Jahre alt) war Schalke Dauergast im Hotel Loemühle in Marl. Das Team kam Freitag abends an und fuhr samstags von dort zu den Heimspielen. Charly war für uns Fans immer da und versorgte uns mit Postern usw.
Samstag morgens erhielten die Spieler immer die Bild-Zeitung. An einem Samstag kam die Zeitung nicht pünktlich (warum auch immer). Also musste Charly handeln…. Er hat sich von einem unseren jungen Schalke-Fans ein Fahrrad geliehen, ließ Jürgen Täuber zu sich kommen und schickte den mit Fahrrad zum nächsten Kiosk, damit die Spieler ihre Zeitung pünktlich hatten. Alles kein Scherz, ich war damals selbst dabei. Charly hat sich danach bei uns mit Freikarten bedankt. Charly war der Beste, was den Umgang mit den Fans anging. Charly, dir alles Gute, egal, wo du jetzt auch bist!
(Mario)


Dezember 8th, 2009 at 17:04 (#)
Zum Bericht über Charly:
WELTKLASSE!!!
Glückauf, Enatz
Januar 28th, 2010 at 14:25 (#)
Danke für die Geschichten! Hühnerpelle pur….
August 31st, 2010 at 12:56 (#)
Hallo ich würde gerne wissen wieviel mein schalke wimpel wert ist. er ist von 1997 uefa cup es steht drauf deutscher meister pokalsieger uefa cup sieger alles bis 1997 mit allen original unterschriften wie z.b. olaf thon insgesammt sind es 22 unterschriften die ich leider nicht lesen kann diese schrift ist echt nicht zu lesen. wer kann mir helfen
bitte bitte bitte ich hab ihn von einem freund bekommen dessen opa der leider gestorben ist war mit ihm bei einem spiel sie haben sogar mit allen spielern essen dürfen echt. dann haben alle spieler auf diesem wimpel unterschrieben.also muss dieser wimpel doch einen wert haben.