Vorspiel – Mehr Geld

Also äährlich,

Benzin, Bratwurst, Bundesliga-Rechte: Alles wird teurer. Leider auch SCHALKE UNSER. Lange, zu lange, haben wir versucht, unseren bescheidenen Beitrag zur Pressevielfalt zum Dumpingpreis von 0,99 Deutschen Mark anzubieten und sind dafür von nicht wenigen Käufern mitleidig belächelt worden. Das Kopfschütteln über unsere Billigpreispolitik hätten wir ja noch ausgehalten – nicht aber die gestiegenen Papier- und Druckkosten, das suboptimale Anzeigenaufkommen oder das Sparpaket der Bundesregierung.

Im Ernst: Wir kommen mit dem alten Preis nicht mehr über die Runden. Gerade die letzte Ausgabe hat ein ziemliches Loch hinterlassen und damit den Trend der letzten Nummern rot unterstrichen. Und so sehr sind wir nicht Freunde der Selbstausbeutung, daß wir über die ohnehin unbezahlte Arbeitszeit hinaus auch noch unsere privaten Konten plündern wollen (wäre eh nicht viel zu holen). Im Klartext: Ohne deftige Preiserhöhung hätte es schon diese Nummer nicht mehr geben können.

Aber ein Leben ohne SCHALKE UNSER? Das kann keiner wollen, auch wir nicht. Deshalb haben wir getagt und gerechnet. Wir haben geguckt, was manche besser kalkulierenden Kollegen so verlangen. Wir haben festgestellt, daß unsere erste Ausgabe mit ihren schlappen 28 und die letzte mit ihren prima 68 Seiten gleich wenig kosteten. Wir haben unterstellt, daß wir nicht schlechter geworden sind. Also, lange Rede, kurzer Griff in Euer Portemonnaie: SCHALKE UNSER kostet jetzt 1,50 Mark. Der Preis fürs Abo bleibt vorerst unverändert, Mitglieder der Schalker Fan-Initiative bekommen es bei gleichen Beiträgen weiterhin umsonst zugeschickt. Den hoffentlich wenigen Kritikern möchten wir lieber gleich vorrechnen, daß das eine Erhöhung von über 50 Prozent ist. Den hoffentlich aber weiterhin vielen treuen Käufern wollen wir danken, daß ihnen unser Fanzine auch diesen Preis wert ist.

Äährlich