Attacke: Karten-Spiele

1000 Kartengrüße aus Valencia, das war die spanische Reaktion auf die UEFA-Cup-Auslosung. 200 weitere Tickets flatterten, Rudi Assauer sei Dank, nach blau-weißen Protesten Ende Januar noch nachträglich von der iberischen Halbinsel ins Schalker Haus, so daß insgesamt sage und schreibe 1200 Zutrittsberechtigungsscheine in Gelsenkirchen eintrudelten.

Das macht inklusive der gigantischen Nachlieferung stolze 2,6% der verfügbaren Karten, die dem Gast zugestanden wurden. Nix mit 10- oder 15%-Quote für Auswärtsfans.

Spanische Gastfreundschaft haben wir uns anders vorgestellt und bisher auch anders erlebt. Nachdem uns Valencia früher echt sympathisch war (damals 0:7 in Karlsruhe verloren, diese Saison die Bayern in der ersten UEFA-Cup-Runde rausgeschmissen), soll neuesten Gerüchten zufolge das Spanien­Geschäft für den Sommer in den Reisebüros in Gelsenkirchen und Umgebung mittlerweile fast völlig zusammengebrochen sein.

Und die Damen (gibt’s da überhaupt welche???) und Herren der UEFA schweigen. Wenn überhaupt, wird dort ab und zu etwas böse Richtung Valencia geguckt und vielleicht noch mit dem Zeigefinger gewackelt. Sonst passiert nix. Eine ärgerliche Situation, so der UEFA-Tenor.

Beim besten Willen, liebe UEFA, die Unzufriedenheit mit dieser Situation nehmen wir euch nicht ab! Es ist doch alles genau auf der Linie eurer bisherigen Versitzplatzungs- und übrigen Fan-Beschneidungspläne. Keine Auswärtsfans – keine Randale, das ist doch nur das konsequente Weiterspinnen der kranken Logik vieler UEFA-Funktionäre.

Vorschlag der SCHALKE UNSER-Redaktion: Ab sofort keine Karten mehr für UEFA-Beobachter, falls sie auf Schalke wollen. Sollen sie sich doch still und leise nach Gelsenkirchen schleichen und heimlich über Dritte (wehe, wir erwischen den) oder über den Schwarzmarkt zu erhöhten Tarifen Tickets erwerben.

Und nach Villarriba und Villabajo fahren wir zukünftig auch nicht mehr. Sollen die doch vor leeren Rängen spülen.