„Von 70.000 Zuschauern auf einmal zu 50 Kühen“

(jb/pk/rk) Bedankt, Rene! Es war schon unglaublich, in welch kurzer Zeit sich René Eijkelkamp in die Herzen der Schalker Fans spielte. Nun zwang ihn eine Achillessehnen­Verletzung zum Ende seiner Profi­Karriere. Ganz klar, daß die SCHALKE UNSER-Redaktion ihn noch einmal in seiner Heimat, in Hoonhorst bei Zwolle, besuchte und mit ihm über seine Landsleute, seine Zukunft und seine Nase redete.

SCHALKE UNSER:
René, von wem hast du eigentlich diese Nase geerbt?

RENÉ EIJKELKAMP:
(lacht) Ich habe mir meine Nase zweimal gebrochen: Einmal wollte ich eine Sonnenmarkise an der Wand befestigen, doch plötzlich löste sie sich aus der Verankerung und flog mir auf die Nase. Das andere mal habe ich sie mir beim Fußball gebrochen. Aber das liegt auch in der Familie – mein Opa hat auch eine solche Nase, genauso schlimm wie meine. Aber die Frauen sagen, daß es gut aussehe.

SCHALKE UNSER:
Hast du denn schon mal das Nasenpflaster von Ingo Anderbrügge ausprobiert?

RENÉ EIJKELKAMP:
Ach was, das würde doch gar nicht über meine Nase passen.

SCHALKE UNSER:
Vielleicht, wenn du zwei aneinanderklebst. Aber Nase beiseite: René, bei dir hatte man immer das Gefühl, daß du dich voll und ganz mit dem Verein identifiziert hast.

RENÉ EIJKELKAMP:
Das fing alles mit dem Gespräch mit Manager Assauer an. Der hat mir erzählt, daß Schalke ein super Verein mit super Fans wäre. Das sagt dir zwar jeder Manager, mit dem du über einen Vertrag sprichst, und darum wollte ich mir das lieber erst einmal selbst anschauen. Ich habe mir dann ein Spiel in der Vorbereitung angesehen, vorher hatte ich noch kein Spiel von Schalke live geguckt. Und das war einfach unglaublich, wie viele Fans da waren. Dann bin ich auf der Geschäftsstelle gewesen, und die Stimmung war einfach großartig – klar nach dem Europacup-Erfolg. Ich hatte sofort ein super Gefühl, und das ist – im positiven Sinne – immer schlimmer geworden. Ich habe mich auch fußballerisch sofort wohl gefühlt, und da habe ich gedacht: „Hier ist es gut, das ist dein Verein!“ Ich hab‘ bloß im ersten Jahr zu wenig Tore geschossen; in diesem Jahr lief das erst ganz gut, doch dann kam jetzt die Verletzung dazwischen. Sonst hätte ich vielleicht noch ein Jahr drangehängt.

SCHALKE UNSER:
Hattest du denn schon vor deiner Verpflichtung etwas von Schalke gehört?

RENÉ EIJKELKAMP:
Ich habe die UEFA-Cup-Spiele gesehen: Ab dem Viertelfinale wurden die auch im holländischen Fernsehen gezeigt. Ich habe hier kein deutsches Fernsehen, und so mußte ich bis zum Viertelfinale warten. Nach Mailand hat mich Huub angerufen, ob ich nicht interessiert sei. PSV Eindhoven wollte mich nicht mehr haben, weil ich gerade erst von einer Operation genesen war. Huub hat sehr positiv über Schalke gesprochen. Er hat einen sehr guten Namen in Holland, ich selbst habe ja sogar noch gegen ihn gespielt. Dann habe ich noch kurz mit Youri Mulder telefoniert und darauf „Ja“ gesagt.

SCHALKE UNSER:
Wie war denn der Huub so als Gegenspieler?

RENÉ EIJKELKAMP:
Er war wirklich hart, hat immer draufgehauen und nur geredet. Er hat immer versucht, seine Gegenspieler einzuschüchtern. Er hat alles versucht, um zu gewinnen. Aber damit habe ich keine Probleme, das mach ich selber ja auch. Wenn ich nicht gewinnen kann, dann wird’s schlimm. Dann versucht man alles, um das Spiel noch zu kippen, damit man noch ein paar Punkte holen kann.

SCHALKE UNSER:
Was war denn so der größte Unterschied zwischen Schalke und deinen anderen Profi-Stationen?

RENÉ EIJKELKAMP:
Die Fans stehen bei Schalke unheimlich in der Nähe von Spielern, Trainer und Manager. Wir haben immer Autogrammstunden gemacht, sowas kennen wir in Holland gar nicht. Hier gibt es nur gedruckte Autogramme, Bälle und Trikots. Selbst beim PSV, der ja auch ein großer Verein ist, gab es das nicht. Wir haben mit Schalke ein Trainingslager an der tschechischen Grenze gemacht. Du kommst an, und da steht ein Fan-Artikelstand von Schalke, und unheimlich viele Familien haben dort Urlaub gemacht, um in unserer Nähe zu sein. Als ich noch bei Brügge gespielt habe, hatten wir ein Trainingslager hier in Holland: Da waren gerade mal vier Fans mit. Bei Schalke weiß ich nicht, wie viele; aber es sind sehr viele, die da mitkommen. Schau doch mal in den Schalker Kreisel: Fotos von Schalke-Fans in Indonesien, auf den Malediven, in Brasilien… Für uns Holländer ist das unglaublich. Zudem hat Schalke eine wirklich gute Organisation, der Manager ist super. Der ist zwar hart, aber auch ehrlich. Und wenn du alles für den Verein gibst, bekommst du auch viel zurück.

SCHALKE UNSER:
Es war ja auch mal im Gespräch, daß du nach Lüdenscheid wechseln solltest.

RENÉ EIJKELKAMP:
Das ist aber schon lange her. Ich habe damals bei Brügge gespielt. Da hat PSV mich bei einem Auswärtsspiel beobachtet, Luc Nilis war dort verletzt. Und da haben sie einen Ersatz gesucht. Bei dem Spiel war auch der damalige BVB­Co-Trainer Michael Henke, anwesend. Beide Vereine wollten mich haben, aber da habe ich gefühlsmäßig gesagt, daß ich in Eindhoven unterschreibe. Hätte nur der BVB angefragt, hätte ich wohl dort angefangen. Aber wie ich jetzt erfahren habe, sind dort doch sehr viele Einzelgänger in der Mannschaft, der Zusammenhalt ist nicht so da.

SCHALKE UNSER:
In Eindhoven hast du Seite an Seite mit Ronaldo gespielt. Was hast du dem denn alles beigebracht?

RENÉ EIJKELKAMP:
Wie er mit Geld umgehen muß (lacht). Er war damals noch sehr jung. Er hatte Phasen, da hat er ein Spiel alleine entschieden – und danach wieder drei Spiele gar nichts gebracht. Wenn er keine Lust hatte, hat er auch einige Spiele geschlafen. Und das geht nicht, du mußt in jeden Spiel alles für deinen Verein geben.

SCHALKE UNSER:
Bist du eigentlich ein Spätzünder gewesen?

RENÉ EIJKELKAMP:
In den 18 Jahren habe ich sechsmal in der Nationalmannschaft gespielt, aber ich bin in denselben Jahren geboren wie die Generation von Ruud Gullit und Marco van Basten. Ich war immer direkt dahinter und kam nur zum Zuge, wenn sich einer der beiden verletzt hatte. So war ich dann immer nur der vierte oder fünfte Stürmer. Dann bin ich auch noch fünf Jahre nach Belgien gegangen, und man hat mich vergessen. Erst als ich zurück in Eindhoven war, rückte ich wieder ins Rampenlicht. In Eindhoven war es auch einfacher, weil wir dort eine gute Truppe hatten.

SCHALKE UNSER:
Du hast auch in Schalke auf einem ziemlich hohen Niveau gespielt, stehst selbst in der Kicker-Rangliste immer noch auf dem achten Platz. Manchmal wirkte es so, als ob deine Mitspieler deine Ideen teilweise gar nicht verstehen konnten.

RENÉ EIJKELKAMP:
Du mußt immer einen Paß nach vorne denken. Wenn ich den Ball bekomme, muß ich schon wissen, wo ich den Ball als nächstes hinpassen werde. Das hat auf Schalke ein bißchen gedauert. Wenn die mir einen Ball in die Tiefe gespielt haben, bin ich bekloppt geworden. Das kann nicht sein. Am Ende haben die das auch nicht mehr gemacht. Ich war immer anspielbar, meine Mitspieler wußten genau, wie ich den Ball haben wollte. Aber da kommt man nur durch viel Training und Reden hin.

SCHALKE UNSER:
Mittlerweile gibt es auch schon ein Lied über dich auf CD. Die Band „Messerscharf“ hat den Song „Goodbye René Eijkelkamp“ eingespielt.

RENÉ EIJKELKAMP:
Das ist einfach unglaublich. Am Samstag kamen auch wieder drei Schalke-Fans zu mir, die ein Transparent für mich gemalt hatten. Das ist wirklich unglaublich, da weiß ich überhaupt nicht, was ich sagen soll. Die ganzen E-mails, die ich von den Fans bekommen habe und die mich zum Weitermachen überreden wollten, waren auch unglaublich. Ich glaube, 200 habe ich zu Hause liegen. Da waren welche dabei, die haben gesagt, daß sie mit vier Leuten kommen und bei mir so viel Holz hacken wollten, daß ich für den ganzen Winter nichts mehr hacken müßte. Einfach super.

SCHALKE UNSER:
René, du bist jetzt 35 Jahre alt, was ist das denn für ein Gefühl, nach so vielen Jahren, die Fußballstiefel an den Nagel hängen zu müssen?

RENÉ EIJKELKAMP:
Wenn ich hier in Hoonhorst bei meiner Familie bin, dann ist es gut, aber wenn ich beim Training bin, dann ist es schlecht. Der Fußball fehlt mir einfach. Die ersten Wochen waren ganz schlimm. Da war so schönes Wetter, um 10 Uhr fing das Training an, und ich saß hier mit meiner Frau beim Kaffeetrinken. Das bin ich einfach nicht gewohnt. Ich bin 18 Jahre lang jeden Morgen zum Training gegangen, und jetzt ist das vorbei.
Auf der anderen Seite habe ich viel mehr Zeit für meine Kinder. Ich brauche nicht mehr ins Trainingslager zu gehen: So war ich immer freitags und samstags weg, am Sonntag war auch noch Training… das war nicht so schön für die Familie. Aber auch das gehört in Deutschland dazu. In Holland macht keiner ein Trainingslager, in England auch nicht. Manchester United kommt bei einem Europacup-Spiel drei Stunden vorher zusammen, die essen was und dann hauen sie ihre Gegner weg. Das gefällt mir eigentlich auch besser.

SCHALKE UNSER:
Hättest du dir vorstellen können, auch mal nach Spanien oder Italien zu wechseln?

RENÉ EIJKELKAMP:
Nein, ich bin ein sehr familiärer Mensch. Brügge und Mechelen waren schon weit genug entfernt. Da sind wir immer einmal im Monat hierher zurückgekehrt und haben unsere Familien besucht, die alle hier in der Umgebung wohnen. Aber der Fußball fehlt trotzdem. Und im Augenblick komme ich nur zum Spiel, weil ich ja noch dazugehöre. Eigentlich hasse ich das, weil ich eben nicht mehr helfen kann. Aber das ist jetzt vorbei.

SCHALKE UNSER:
Und wie geht’s bei dir weiter?

RENÉ EIJKELKAMP:
Das weiß ich auch noch nicht. Ich muß nochmal mit Rudi Assauer sprechen, vielleicht werde ich für Schalke als Spielerbeobachter und Talentspäher eingesetzt. Dann hätte ich auch noch weiter Verbindung mit dem Verein, was ich sehr schön fände. Ich habe aber auch ein Angebot von einem holländischen Erstligisten, für den ich als Stürmertrainer arbeiten soll. Das ist auch eine schöne Arbeit, aber ich kann nicht beides machen, da werde ich mich entscheiden müssen.
Irgendwann, wenn meine Verletzung in zwei oder drei Jahren ausgeheilt ist, möchte ich auch wieder ein wenig Fußballspielen. Nur zum Hobby: Mein Bruder spielt hier in einer Hallenfußballgruppe, da würde ich später auch gerne mitkicken. Aber momentan weiß ich noch gar nichts genaues, erst einmal mit der Familie Urlaub machen.

SCHALKE UNSER:
Schalke hat wieder einen holländischen Spieler verpflichtet.

RENÉ EIJKELKAMP:
Ja, den Niels Oude Kamphuis. Ein junger, talentierter Spieler, der zusammen mit dem Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink aus der Jugend von Twente Enschede hochgekommen ist und nun in der Jonge Oranje, der holländischen U21, spielt. Aber so viel habe ich noch nicht von ihm gesehen, da ich mir im Fernsehen eigentlich immer nur die Zusammenfassungen angucke. Er soll ein gutes Laufpensum haben.

SCHALKE UNSER:
Viele Fans sagen aber auch, „schon wieder ein Holländer“. Gut, der Trainer ist selbst auch Holländer und kennt sich hier wohl auch am besten aus. Gibt es aber vielleicht auch noch andere Gründe dafür, daß so viele Holländer nach Schalke wechseln?

RENÉ EIJKELKAMP:
Der Manager mag die Holländer. Das liegt wohl daran, daß wir vielleicht etwas freier im Denken sind als Spieler anderer Nationen. Wir sind auch nicht ganz so ernst: Guck dir den Youri an, der wirkt auch nicht so verbissen. Wir sind immer locker, haben Spaß, und das gefällt auch dem Manager. Der meint auch, daß man den Fußball nicht so ernst nehmen sollte, eigentlich ist der Fußball nur ein Spiel.
Jedes Land hat seine eigene Kultur, und der Manager kommt mit der holländischen Mentalität sehr gut klar. Aber zu viele Holländer dürfen es auch nicht sein. Wir spielen in Deutschland, nicht in Holland.
Solange der Verein erfolgreich spielt, geht das alles gut. Schau nur mal nach Barcelona. Der Trainer van Gaal hat sich dort die halbe Mannschaft von Ajax Amsterdam nach Barcelona transferiert. Barca hat großen Erfolg, sie stehen an der Spitze, und wenn sie Spanischer Meister werden, dann werden die 120.000 Zuschauer sehr zufrieden sein. Doch wenn es nicht läuft, dann wird es kompliziert.

SCHALKE UNSER:
Wir haben diese Erfahrungen auch machen müssen. In Zeiten, als es Schalke sportlich besonders schlecht ging, waren es auch die ausländischen Spieler, die als erste üble Sprüche von den Rängen zu hören bekamen.

RENÉ EIJKELKAMP:
In Holland gab es das Problem auch. Die dunklen Spieler hatten mehr Probleme in den Stadien und mußten sich Sprüche anhören wie „Nigger“ oder „Bananenfresser“. In Holland ist das aber auch besser geworden. Frank Rijkaard ist nun Bondscoach. Das ist auch gut, dann werden die dunklen Spieler eher akzeptiert, was ja eigentlich auch normal ist.

SCHALKE UNSER:
Trotzdem war auch schon in Zeitungen das Gerücht zu lesen, daß Huub Stevens auf die Holland-Connection setzt und lieber seine Landsleute spielen läßt.

RENÉ EIJKELKAMP:
Das ist wohl immer so, wenn es nicht rund läuft. Die Leute brauchen dann etwas, über das sie reden können. Das ist wirklich einfach zu sagen, daß der Huub nur Holländer aufstellt. Jeder Trainer versucht, die Mannschaft aufzustellen, von der er meint, daß es die beste ist. Da wird er bestimmt nicht auf irgendwelche Nationalitäten achten. Aber wenn der Manager mal das Gefühl haben sollte, daß ein Holländer immer schlecht spielt und doch immer wieder aufgestellt wird, dann hätte er schon längst etwas gesagt.

SCHALKE UNSER:
Was waren denn deine schönsten Spiele mit Schalke?

RENÉ EIJKELKAMP:
In Split war es schön, da hab ich zwei Tore gemacht. In Bochum war es super, ach, da waren so viele schöne Spiele dabei.

SCHALKE UNSER:
Du warst auch beim zweiten Spiel in Mailand dabei. Hattest du schon vorher mal in einem solch großen Stadion gespielt?

RENÉ EIJKELKAMP:
Mit PSV Eindhoven haben wir mal in Barcelona gespielt. Im Viertelfinale sind wir ausgeschieden, so eine Scheiße! Das ärgert mich noch heute. Auswärts hatten wir 2:2 gespielt, zu Hause 0:2 zurückgelegen, 2:2 aufgeholt, da haben wir die wirklich im Sack gehabt, und am Ende haben die durch einen dummen Konter tatsächlich noch 3:2 gewonnen. Das war wirklich schade.

SCHALKE UNSER:
René, in deiner Zeit bei Schalke war Jiri Nemec dein Zimmernachbar. Waren das dann eigentlich immer ruhige Abende?

RENÉ EIJKELKAMP:
Ja, es war schon ruhig, aber wir haben einander immer gut verstanden. Wenn man zu irgend jemanden „Profi“ sagen kann, dann zu ihm. Er war wirklich sehr ordnungsliebend. Ich habe nach dem Training meine Sachen immer links und rechts in die Ecke geschmissen, aber beim Jiri war immer alles tip top aufgeräumt. Aber Probleme hat das nie gegeben.

SCHALKE UNSER:
René, du lebst ja hier wirklich buchstäblich auf dem Land und besitzt einen Bauernhof.

RENÉ EIJKELKAMP:
Ich fühle mich hier richtig wohl, meine gesamte Verwandtschaft wohnt hier, auch noch ein holländischer Schauspieler und ein berühmter Eisschnelläufer. Hoonhorst ist ein sehr ruhiges Plätzchen, hier findet dich keiner. Die Kinder können auf den Straßen spielen, es gibt keine Kriminalität. An dieser Straße hier kommen mehr Traktoren vorbei als Autos. Vielleicht auch noch mal ein paar Fahrradfahrer. In Holland haben die Fahrradfahrer immer Vorfahrt vor allen anderen Fahrzeugen. Ich bewege mich hier fast nur auf dem Fahrrad. Wenn ich zu dem Ort möchte, wo ich geboren wurde, fahre ich von hier aus vier Kilometer, nach Zwolle fahre ich acht Kilometer. Wenn es möglich ist, mache ich alles mit dem Fahrrad.

SCHALKE UNSER:
Diese Idylle hört sich ganz nach dem Gegenteil von Gelsenkirchen an.

RENÉ EIJKELKAMP:
Das war aber auch immer schön, wenn wir samstags Heimspiel hatten, dann waren im Parkstadion 70.000 Leute. Nach dem Spiel bin ich zurück gefahren, und als ich dann hier durch Hoonhorst gefahren bin, war hier kein Mensch auf den Straßen. Von 70.000 Zuschauern auf einmal zu 50 Kühen, das ist ein super Erlebnis.

SCHALKE UNSER:
Ist denn hier in Hoonhorst Schalke ein Begriff?

RENÉ EIJKELKAMP:
Eigentlich weniger. Von hier aus fahren zwar auch immer Busse nach Gelsenkirchen zu den Spielen. Es weiß auch jeder, daß ich für Schalke spiele, aber wenn ich hier bin, sprechen wir nicht darüber. Dann heißt es nur kurz „Wie habt ihr gespielt?“. In dieser Saison mußte ich dann meistens antworten: „Wir haben verloren“, und damit war die Sache erledigt. Das Fußballspielen wird hier gesehen wie jede andere Arbeit auch.

SCHALKE UNSER:
René, vielen Dank für das Interview. Bedankt und Glückauf.