Die schönsten Skandale des FC Schalke 04 Teil 26

(rk) Günter Eichberg hatte mit seiner Marketing­GmbH Schulden in Millionenhöhe angehäuft. Niemand hatte noch den Durchblick. Und sportlich war Schalke unter Trainer Helmut Schulte zum Abschuss freigegeben. Konzeptlos, kopflos, und nun feuerte die Presse gegen Schalke.

Im Kampf gegen die „rote Laterne“ empfing Schalke den punktgleichen SC Freiburg, und nach der 1:3-Schlappe herrschte absolute Ratlosigkeit und Alarmstufe Eins. Konzeptionslos, ohne Selbstvertrauen und vor allem ohne die nötige kämpferische Leistung traten die Schalker an. „Ich schließe gar nichts mehr aus“, ließ Eichberg verlautbaren und nährte damit weitere Spekulationen um einen erneuten Trainer-Rausschmiss und seinen eigenen Rücktritt.

Wie aber sollte es weiter gehen? Rudi Assauer wusch seinen Spielern den Kopf, nachdem Helmut Schulte sein letztes Training auf Schalke geleitet hatte. Über Schalke grollte der Himmel. Dem Donnergrollen folgte der Rausschmiss. Eine Überraschung war dies freilich nicht, stand Schulte doch schon lange im Kreuzfeuer der Kritik. Neuer Chef-Trainer wurde Jörg Berger, der in der letzten Saison beim 1. FC Köln entlassen worden war.

Wieder ein glückliches Händchen von Rudi Assauer, wie sich noch zeigen sollte. Jörg Berger erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 1994 – so lange war eigentlich auch Helmut Schulte an den Verein gebunden. „Wenn man da unten drinsteckt, muss man die Ärmel hochkrempeln“, floskelte der gebürtige Sachse, der sich in der Vergangenheit auch schon bei Eintracht Frankfurt den Ruf eines „Feuerwehrmanns“ verdient hatte.

Der neue Mann arbeitete zunächst ohne Co-Trainer, da Schalke 04 auch Jupp Koitka beurlaubt hatte. Später wurde ihm Hubert Neu zur Seite gestellt. Jörg Bergers Einstieg stand unter keinem guten Stern. In Leverkusen gab es bei der 1:5-Klatsche deftige Prügel. Jens Lehmann wurde nach dem 3:0 zum Buhmann der Fans. Mit „Lehmann raus“ und „Gehrke rein“ forderten die zahlreichen Schalker Anhänger einen Torwartwechsel. Trainer Berger reagierte zur Pause, ließ Lehmann in der Kabine und brachte Gehrke. „Ich wollte Lehmann schützen vor den Rufen der Zuschauer, seine Nerven waren sehr angespannt“, begründete der Coach seine Auswechslung. Jens Lehmann war fix und alle und fuhr noch vor dem Abpfiff mit der S-Bahn nach Hause.

Florida-Boy

Aber die eigentliche Bombe platzte einen Tag nach der Niederlage: Am Sonntag trat Präsident Günter Eichberg von seinem Amt zurück, das er seit dem 16. Januar 1989 inne hatte. Ausschlaggebend für diesen überraschenden Schritt war nicht die sportlich prekäre Situation des Altmeisters, sondern – wie es in der Pressemitteilung des Vereins hieß – vielmehr geschäftliche Gründe. Danach fehle Eichberg zukünftig die Zeit, das Amt des Präsidenten auszufüllen. Er wollte seine geschäftlichen Aktivitäten künftig ins Ausland verlagern und flog noch am selben Tag nach Palm Beach, Florida.

„Ich trete als Präsident zurück, aber ich stehe bis zu einer außerordentlichen Versammlung, die für Januar angesetzt ist, in einem zeitlich begrenzten Rahmen weiterhin zur Verfügung“, erklärte Eichberg. Seine Entscheidung fiel dabei nicht erst an diesem Wochenende, vielmehr hatte er seine engsten Mitarbeiter – da­ runter Rudi Assauer und Rüdiger Höffken – schon im Vorfeld über seinem Entschluss informiert.

Der Kapitän ging von Bord und hinterließ unter allen Schalke-Fans große Verunsicherung. Seine Verdienste waren unbestritten: Er hatte nach seiner Wahl das Feuer wieder entfacht und in einer Situation das Ruder übernommen, als Schalke sogar ins Amateurlager abzurutschen drohte. Er steigerte die Mitgliederzahl auf 17.000, der Zuschauerschnitt schnellte auf über 40.000 empor. Deutliche Belege, die sich auch sportlich niederschlugen. Mit Millionen-Investitionen erzwang der Präsident die Rückkehr in die erste Bundesliga, doch dann stockte der Fahrstuhl nach oben.

Ein Nachfolger war noch nicht in Sicht. Jürgen W. Möllemann wurde zwar ins Gespräch gebracht, lehnte aber dankend ab. Das Nervenkostüm der Mannschaft war sichtlich angeschlagen. Und so war es auch kein Wunder, dass gegen Dynamo Dresden gerade mal ein 0:0 heraussprang.

Der „Spiegel“-Report

Ein Berg von Schulden und dazu noch Steuerbetrug, Finanztricks, Pfändungen, ungedeckte Bürgschaften, Lizenzerschleichung und Schiedsrichterbestechung – eine Woche nach dem Rücktritt seines Präsidenten Günter Eichberg sah sich der FC Schalke 04 mit einer Flut von massiven Vorwürfen des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ konfrontiert. Verantwortlich für das Chaos beim Tabellenletzten sollte laut „Spiegel“ der „Scharlatan“ Günter Eichberg sein, der Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Millionen Mark zwischen dem Verein, der inzwischen aufgelösten Marketing-GmbH und seinen Kliniken hin- und hergeschoben und Schalke in den finanziellen Ruin getrieben haben soll.

Günter Eichberg erklärte zu den Vorwürfen: „Ich bin völlig geschockt. Das ist eine Katastrophe. Durch diese Vorwürfe entsteht ein Schaden im Hinblick auf den Verkauf meiner Kliniken. Ich werde gegen diese ungeheuren Anschuldigungen vorgehen. Der Wahrheitsgehalt liegt unter zehn Prozent.“ Rudi Assauer wies die Anschuldigungen ebenfalls zurück: „Alles Quatsch.“ Geschäftsführer Peter Peters versuchte die Vorwürfe Punkt für Punkt zu entkräften: „Auf Schalke geht auch in wirtschaftlicher Sicht nicht das Licht aus, wenn Günter Eichberg nicht mehr für einen zweistelligen Millionenbetrag bürgen kann.“

Unter der Regie von Eichberg sollte Schalke sich zudem die Lizenz vom DFB erschlichen haben, indem der Club-Boss zunächst Spieler aus eigener Tasche finanziert und damit die DFB-Auflagen umgangen, sein Geld jedoch später aus der Marketing-GmbH zurückgeholt hätte. Höffken bestritt dieses Vorgehen auch nicht: „Unsere Verpflichtungen sind in die Marketing-GmbH eingeflossen und übernommen worden. Darüber war auch der DFB informiert.“

DFB-Liga-Direktor Wilfried Straub kündigte eine genaue Untersuchung an. Dem Vorwurf der Schiedsrichter-Bestechung – Referee Manfred Neuner aus Leimen soll zu seinem 100. Spiel ein Jagdgewehr im Wert von 30.000 Mark erhalten haben – wurde ebenfalls widersprochen: „Ein normaler Vorgang, von dem der DFB unterrichtet war. Das Gewehr kostete auch nur 3000 bis 4000 Mark.“

Die „Spiegel“-Vorwürfe hatten die Verunsicherung auf Schalke über die sportliche und wirtschaftliche Zukunft des Vereins ins Unermessliche wachsen lassen. Man wartete nun sehnsüchtig auf Günter Eichberg, der in den nächsten Tagen aus den USA zurück erwartet wurde. Schalke nahm sich den „Spiegel-Report“ Stück für Stück vor. Ex-Schalker Antoine Hey, den der Verein inzwischen an TeBe Berlin losgeworden war, hatte darin von „ungedeckten Schecks“ gesprochen.

Dem entgegnete Holger Gehrke: „Ich habe zehn Jahre lang bei BW 90 Berlin mein Geld nicht pünktlich erhalten. In Schalke herrschen dagegen paradiesische Zustände. Wenn die anderen Teile des Berichts ähnlich recherchiert sind, dann gute Nacht.“ ­ „Antoine Hey wird von nun an keine Ruhe mehr vor uns haben“, kündigte Assauer eine Klage an. Rückendeckung beim Vorwurf der Lizenzerschleichung erhielt der Verein von DFB-Präsident Egidius Braun: „Wir haben seitens des DFB alles Menschenmögliche getan, damit die Prüfung der Schalker Lizenz niet- und nagelfest ist.“

Noch war offen, wer den „Spiegel“ informierte hatte. Helmut Kremers bestritt, der Zeitschrift Auskunft erteilt zu haben. Schalke wehrte sich jedenfalls mit Händen und Füßen. Eine fünfseitige Dokumentation wurde verfasst und notariell beglaubigt. Der „Spiegel“ aber blieb bei seiner Darstellung und lehnte eine Gegendarstellung ab.

Die Spitze des Eichbergs

Die Schalker Mannschaft hatte indes nichts mehr zu verlieren, doch selbst das letzte Aufbäumen half nicht: 0:3 in Stuttgart. Neue Veröffentlichungen des „Spiegel“ hatten die Banken veranlasst, sich um Einsicht in die Geschäfte der aufgelösten Marketing-GmbH zu bemühen. Ein Funktionär kalauerte gegenüber dem „Spiegel“: „Wir kennen nur die Spitze des Eichbergs.“

Günter Eichberg, der mit seinen Krampfader-Kliniken ein gut gehendes Geschäft betrieb, war mittlerweile hoch verschuldet. Bei seinen deutschen Bankiers hatte er sich knapp 90 Millionen Mark gepumpt, so der „Spiegel“. Alle Versuche, seine Kliniken zu verkaufen, waren bislang gescheitert. Und: „Vermutlich zwischen 15 und 20 Millionen Mark hat er in Schalke gelassen.“ Die Schalker Marketing-GmbH sei die „Treuhand vom Revier“ gewesen.

Nach neuen „Spiegel“-Informationen lägen die Verbindlichkeiten des Clubs bei 13,2 Millionen Mark. Schalkes Verwaltungsrat (Vorsitzender Jürgen Möllemann) trüge dabei erhebliche Mitschuld an den Verfehlungen des zurückgetretenen Präsidenten – die Kontrollorgane des Vereins hätten versag, hieß es in dem Bericht. Der Verwaltungsrat sei es gewesen, der am 10. Juli 1991 auf Eichbergs Druck die Kompetenzen der Marketing-GmbH entscheidend ausweitete. Die Schalker Aufseher hätten dem Treiben des Finanzjongleurs Eichberg zugesehen, obwohl Insider die Funktionäre mehrfach vor Eichbergs Machenschaften gewarnt hätten. Die Bücher wurden geführt „wie beim Taubenzüchterverein“, so ein Verwaltungsratsmitglied gegenüber dem „Spiegel“.

Letzter Strohhalm

Jörg Berger redete eindringlich auf seine Spieler ein: „Jungs, die Existenz steht auf dem Spiel“. Schalke ergriff den letzten Strohhalm und gewann mit 3:1 gegen den VfB Leipzig. Es fiel gehörig Ballast von den Schalker Spielern, alles wartete nun gespannt auf den Auftritt von Günter Eichberg im aktuellen Sportstudio. Dort erklärte er, dass er frühestens in zwei Wochen aus den USA zurückkehren werde, um die Affäre um Schalke und seine Person zu bereinigen: „Ich werde mich bis dahin sehr intensiv um meine Geschäfte kümmern. Nachdem ein Geschäft mit einem holländischen Partner geplatzt ist, bin ich bestrebt, die Angelegenheit mit meinem neuen Geschäftspartner in den USA in Ordnung zu bringen.“

Die Vorwürfe des Nachrichtenmagazins wies er erneut zurück, sagte aber, dass die Marketing-GmbH gegründet worden sei, um finanzielle Mittel für Transfers bereit zu stellen. Es sei zwischen dem Verein und der GmbH vereinbart gewesen, dass die Gelder durch Werbeeinnahmen an die GmbH zurückfließen. Zudem habe er persönlich die Transferrechte für Radmilo Mihajlovic, Bent Christensen und Uwe Scherr ohne Rückzahlung an den Verein abgetreten. Dabei habe er zwölf Millionen Mark aus eigenen Mitteln zur Verfügung gestellt. Beim nächsten Auswärtsspiel wieder ein 0:1-Dämpfer und das, obwohl in der Schlussphase Duisburgs Tor unter Dauerdruck stand.

Umso schöner, dass Youri Mulder beim 1:1 drei Minuten vor Schluss gegen die Bayern traf. Noch schöner, dass Schalke so langsam wieder Selbstvertrauen tankte, was die Mannschaft beim 4:1 über Wattenscheid eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Schalker Spieler hatten so langsam Jörg Bergers Lektion verstanden. Besonders setzte Berger dabei auf Freistoß-Varianten, von denen gleich zwei beim Spiel gegen Wattenscheid zum Erfolg führten.

Vor dem Revier-Derby gegen den BVB meldete sich Günter Eichberg zurück. Über den möglichen Verkauf seiner Kliniken wollte er aber keine Auskünfte erteilen. „Als wir gehört haben, dass Eichberg wieder im Lande ist, haben wir ihn zu einer Vorstands- und Verwaltungsratssitzung eingeladen“, erklärte Möllemann. Darin ging es aber weniger um die „Spiegel“-Affäre, sondern vielmehr um einen Präsidentschaftsnachfolger. Als
Kandidaten waren im Spiel: Bernd Tönnies, Fleisch- und Wurstfabrikant aus Rheda-Wiedenbrück, und der Textilfabrikant Walther Seinsch.

„Wir haben zum ersten Mal in diesem Jahr eine kleine Serie gestartet“, gab sich Berger nach dem 1:1 über den Reviernachbarn optimistisch. Drei Spiele hintereinander unbesiegt – das war ein Anfang. Peter Sendscheid hatte Schalke in Führung gebracht, doch Sammer hatte mit einem Solo-Lauf zum 1:1 noch ausgleichen können.

Gegendarstellung

Am darauffolgenden Montag dann die nächste Bombe: Günter Eichberg lud zur Pressekonferenz und wollte den Spieß umdrehen. Er kündigte an, den „Spiegel“ auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Millionenhöhe zu verklagen. Die Höhe des Schmerzensgeldes sollte nach den Vorstellungen seines Anwalts, Dr. Reinhard Rauball, zwischen 50 und 100 Millionen Dollar liegen. Diese Klage sollte in den USA geführt werden, weil dort die Erfolgsaussichten und die Summen in Sachen Schmerzensgeld größer als in der Bundesrepublik sind. Zusätzlich sollte in Deutschland eine Klage auf Schadenersatz geführt werden.

Weiter wies er alle Vorwürfe des Hamburger Magazins zurück, das am Tag zuvor die gerichtliche Auflage der vom FC Schalke 04 durchgesetzten Gegendarstellung erfüllte. Eichberg betonte: „Die Kernvorwürfe der unehrenhaften Tätigkeit und der persönlichen Bereicherung sind nicht aufrechtzuerhalten!“ Dazu verlas Dr. Rauball eine vom Gelsenkirchener Notar Klaus Speich beglaubigte Urkunde, in der die Ergebnisse der auf Eichbergs Veranlassung von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfungsunternehmen überprüften Geschäftsverbindungen zwischen dem FC Schalke 04, der Schalker Marketing-GmbH und Eichbergs Kliniken festgehalten worden waren und in der es hieß, dass die vom Spiegel erhobenen Vorwürfe absolut haltlos seien.

Der Gerichtsclinch zwischen dem FC Schalke 04 und dem „Spiegel“ erhielt eine weitere Fortsetzung. Der Verein klagte erneut. Nachdem in der letzten Ausgabe der Zeitschrift nach wochenlangem Ringen die Gegendarstellung des Vereins gedruckt worden war, konnte es sich die Redaktion nicht verkneifen, diese durch eine Anmerkung zu ergänzen. In dieser hieß es sinngemäß: Der Schalker Verwaltungsrat habe in einem internen Papier das Fazit gezogen, dass der Verein überschuldet sei und eigentlich Konkurs anmelden müsse. Gegen diese Behauptung wollten die Schalker eine erneute Gegendarstellung und eine Unterlassungsverpflichtungserklärung erwirken.

Später sollte der „Spiegel“ veranlasst werden, einen Widerruf zu drucken. „Dieses interne Papier, von dem im Magazin die Rede ist, war der Diskussionsbeitrag eines Verwaltungsratsmitglieds und stellte zu keiner Zeit die Meinung des gesamten Gremiums dar“, erklärte Schalkes Geschäftsführer Peter Peters. Die Schalker Mannschaft hatte sich indes gefangen, mit einem 1:0 über den HSV ging man in die Winterpause. Die Auseinandersetzungen zwischen dem „Spiegel“ und Günter Eichberg schienen kein Ende zu nehmen.

In seiner neuen Ausgabe erhob das Magazin trotz einer von Eichberg angekündigten Millionen-Schadensersatzklage unter dem Titel „Zaubern in der Grauzone“ neue Vorwürfe und berichtete, Eichberg habe mittlerweile Schulden in Höhe von insgesamt 140 Millionen Mark bei verschiedenen Banken und „ehemaligen Freunden wie Schalkes Schatzmeister Rüdiger Höffken oder seiner einstigen Lebensgefährtin Christa Paas“ aufgetürmt. Der „Spiegel“ berief sich dabei auf Berechnungen, die auf ein Treffen von Schuldnern und Gläubigern am vorausgegangenen Montag zurückgingen. Angeführt sei die Gläubigerversammlung gewesen von Vertretern der Westdeutschen Landesbank (WestLB) und dem Hamburger Bankhaus „Marcard, Stein & Co“. Berechnungen hätten ergeben, dass Eichberg bei elf Banken mit 110 Millionen Mark in der Kreide stünde.

Weitere 30 Millionen schulde er „ehemaligen Freunden“ wie Höffken und Paas. Die Geldhäuser plage die Ungewissheit, „ob Eichberg noch ein paar private Schulden in den USA oder sonstwo in der Welt hat“.

Weiter berichtet der „Spiegel“, dass am Mittwoch ein „Moratorium“ für Eichberg und sein Vermögen beschlossen werden soll: „Bis zum 31. März nächsten Jahres wird die Zahlung von Zins und Tilgung ausgesetzt. In dieser Zeit soll Eichberg im Gegenzug seine Krampfaderkliniken verkaufen.“ In der Gläubiger-Versammlung sei ein potentieller Käufer genannt worden, der das „wacklige Klinik-Imperium für 80 Millionen Mark kaufen möchte“.

Manche Bankiers würden jedoch nicht mehr daran glauben, dass Eichberg seine gesamten Schulden jemals zurückzahlen kann. Auch Eichbergs Dementis und seine Erklärung vom 6. Dezember wurden vom „Spiegel“ aufs Korn genommen: „Das Zaubern in der Grauzone ist seit jeher Eichbergs Spezialität.

Meisterhaft verstand er es, auf seiner Rehabilitations-Pressekonferenz im Schalker Klubhaus mit vielen Worten und wenig Fakten die konkreten Vorwürfe des Spiegel zu verharmlosen, um statt dessen Anschuldigungen zu entkräften, die überhaupt nicht erhoben wurden“, hieß es.

Mit Eichberg war es aus. Auch die einstweilige Verfügung gegen den „Spiegel“ musste aufgehoben werden. Die Schalker Fans hatte keinerlei Vertrauen mehr in den Mann, er schuldet dem Verein wahrscheinlich noch bis heute einen einstelligen Millionenbetrag. Doch so genau weiß das wohl keiner. Schalke am Ende? Schalke steht immer wieder auf! Dieses und vieles mehr in der nächsten Ausgabe des SCHALKE UNSER.