„Ich wollte immer nur im Tor stehen.“

Vier Jahre (von 1950 bis 1954) stand Heinz Kersting zwischen den königsblauen Pfosten und musste in seiner ersten Saison in 26 Spielen nur 14 Mal den Ball aus dem Netz holen. Schalke wurde in der Saison 1950/51 Meister der Oberliga Westfalen und zog damit in die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft ein. Ende März ist Heinz Kersting im Alter von 83 Jahren verstorben.

„Ich wollte immer nur im Tor stehen – obwohl ich während eines Spieles nie auf der Linie geklebt habe. Ich war schon immer ein mitspielender Torwart“ bilanzierte der Steueroberamtsrat i. R. seine aktive Zeit.

Nach seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1947 hütete der damals 24-jährige zunächst das Tor von Union Günnigfeld, die zu dieser Zeit ebenfalls in der höchsten Spielklasse in Westfalen spielten.

1950 wechselte Heinz Kersting von Günnigfeld an den Schalker Markt, natürlich spielte auch damals schon das Geld eine Rolle, wie Kersting später feststellte.

320 Mark netto flossen vom FC Schalke 04 zusätzlich in die Familienkasse, viel Geld für jemanden, der damals 280 Mark brutto beim Finanzamt verdiente.

Nach seiner aktiven Zeit und dem Erwerb der Trainerlizenz war er unter anderem noch bei Wattenscheid 09 tätig, nebenberuflich unterrichtete er als Sportlehrer an der Realschule Höntrop.