Es wird enger und enger, Herr Polizeiminister Jäger!

“Die zuständige Sta’ Essen hat das Zeigen des Banners am 21. August 2013 zwischenzeitlich als strafrechtlich nicht relevant eingestuft. Das dementsprechend eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt.”

Das teilte das NRW-Innenministerium dem Borussen-Online-Fanzine “schwatzgelb.de” auf deren Anfrage mit. Damit ist klar: Von Volksverhetzung kann eh keine Rede sein, aber auch nicht von sonst irgendeiner Straftat, die den Einmarsch der Schlagstock- und Pfefferspray-Kohorte in den Schalker Fanblock rechtfertigt.

Damit ist es Zeit zu handeln:

  • Für Polizeiminister Ralf Jäger, der seine Behauptung, der Einsatz der Polizei sei recht- und verhältnismäßig erfolgt, nun öffentlich widerrufen müsste. Am besten anlässlich seines Rücktritts.
  • Für die SPD (Schlagstock, Pfefferspray, Diktatur), die ihren Minister von seinem Amt zu entfernen hat, sofern dieser nicht von alleine zurücktritt.
  • Für die Polizeigewerkschaftler in Bund, Land und Kommune, die sich öffentlich für ihre Demagogie und ihr Verteidigen einer Rechtsbeugung entschuldigen müssten.
  • Für Gelsenkirchens Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt, der den Einmarsch in die Kurve ebenfalls für rechtmäßig befunden hat. Es ist an ihm, Einsatzleiter Klaus Sitzer abzusetzen.
  • Für die Polizistinnen und Polizisten, die ihrem Frust über die Welt an den Fans ausgelassen haben und damit Straftaten begangen haben. Sie sollten spätestens jetzt zur Selbstanzeige greifen. Denn sie wurden nicht nur von Fans angegriffen, als sie in den Block marschierten, es ging auch nach vielen Augenzeugen – auch aus dem SCHALKE UNSER – Gewalt von ihnen aus. Und: “Ich habe nur Befehle befolgt” ist eine Ausrede, die man in Deutschland nicht mehr hören möchte. Spätestens seit den Mauerschützenprozessen weiß man, dass sie auch nicht justiziabel ist.
  • Für die Polizistinnen und Polizisten, die gesehen haben, wie ihre Kolleginnen und Kollegen Straftaten begangen haben, aber bis heute aus falsch verstandener Kollegialität schweigen.
  • Für Einsatzleiter Klaus Sitzer, der jetzt noch mehr Grund als je zuvor hat, sich öffentlich zu entschuldigen und Stadien nie wieder in leitender Funktion zu betreten.
  • Für den FC Schalke 04 e.V., dessen Vorstand nun noch weniger Grund hat, “Sitzer absetzen”-Plakate mit Repressionen zu beantworten.