“Ihr hättet das Gesicht von Julian Draxler sehen sollen”

(rk) Am 25. März findet die “Königsblaue Nacht der Eurofighter” in der Vest-Arena in Recklinghausen statt. SCHALKE UNSER sprach mit einem der Initiatoren, die unter dem Namen “Die Blauen Männer” bekannt sind.

SCHALKE UNSER:

Thomas, du bist einer der sogenannten „Blauen Männer“. Was dürfen wir uns darunter genau vorstellen?

THOMAS:

Tja, schau dir unsere Aktionen an, dann erklärt es sich von selbst. Den Begriff „Blaue Männer“ haben wir übrigens von den Fans erhalten und uns nicht selbst ausgedacht. Vergleiche mit der „Blue Man Group“ kommen natürlich immer. Mittlerweile gibt es aber separat zur Charity-Seite auch eine Blaue Männer-Seite bei Facebook.

Und für die Top 3 der üblichen Fragen:

  1. Ja, wir bekommen Luft.
  2. Ja, wir sehen etwas (zumindest ein wenig)
  3. und ja, es ist warm – spiel mal bei 35 Grad Fußball in ’nem „Blue“.

SCHALKE UNSER:

Euer Verein “Blue Charity e.V.” unterstützt diverse karitative Zwecke. Kannst du uns sagen, wofür ihr euch schon so alles stark gemacht habt?

THOMAS:

Ich bin stolz, sagen zu können, dass wir in den letzten drei Jahren nicht nur Großprojekte unterstützt haben wie die Asamoah Stiftung oder das Kinderhospiz Arche Noah, sondern viele kleine oder neue lokale Projekte – „Warm durch die Nacht“ zum Beispiel unterstützen wir von Anfang an – da läuft man im „Blaumann“ auch schon mal zum Einkaufen durch die Metro.

Wir waren in Hamburg („Kicken mit Herz“ mit Peter Lohmeyer ), sind auf dem Sportplatz für „Kicken für die Kinder“ unterwegs , „Zaubergarten Marl“ und so manch andere Aktion. Die Zeit, mal ins Krankenhaus zu gehen, um einen Fanwunsch zu erfüllen, haben wir uns auch schon genommen. Alles zusammen sind gute 20.000 Euro in drei Jahren gespendet worden – ich denke, nicht schlecht dafür, dass wir das Ganze in unserer Freizeit machen, neben Familie und Beruf.

SCHALKE UNSER:

Ihr könntet solche Charity-Aktionen ja auch als „normale“ Menschen machen, warum macht ihr sie als Schalker und im Schalke-Outfit?

THOMAS:

Also zum einen ist es, um sich abzugrenzen und Aufmerksamkeit zu erregen. Es ist doch so, dass jeder Spieler vor oder nach dem Training von ‘zig Fans angequatscht wird, ob die ein Trikot haben, Schuhe oder sonst was – da stumpft man sicher irgendwann ab. Ihr hättet das Gesicht von Julian Draxler beim ersten Mal sehen sollen.

Zum anderen ist es uns wichtig, zu zeigen, nicht „WIR“ sind wichtig, sondern alles, was wir erreichen, erreichen wir nur durch die Mithilfe aller Fans. Wir sehen uns nur als Stellvertreter der geilen Schalke-Fans, die zu unserer Jahresparty kommen, oder für die Bänder spenden, die wir immer wieder anbieten („Kumpelbänder“). Es gibt genug, die sich selbst in den Spot stellen wollen – das trifft auf uns nicht zu. Es ist auch kein Geheimnis, „wer“ hinter den Kostümen steckt – nur für die offiziellen Übergabetermine-Fotos etc. ziehen wir die Masken drüber.

SCHALKE UNSER:

Der FC Schalke 04 hat mit „Schalke hilft“ eine eigenen Stiftung gegründet. Wie gestaltet sich eure Zusammenarbeit mit damit?

THOMAS:

Wir haben einen lockeren Kontakt zu „Schalke hilft“ und deren Verantwortlichen. Viele Sachen müssen mit dem Verein abgesprochen werden – etwa unser Videodreh in der Arena mit Gerald Asamoah oder wenn man auch nur so zu Werbezwecken auf dem Gelände drehen möchte. „Schalke hilft“ unterstützt uns auf Anfrage auch immer gerne mit Fanartikeln zur Charity-Jahresfeier.

Viel wertvoller ist es allerdings, dass wir den ein oder anderen „Hilferuf“ an „Schalke hilft“ vermitteln konnten, der an uns herangetragen wurde. Etwa den Besuch zu einem Spiel unserer Blauen in der Arena einer großen Familie, deren Mutter an Krebs erkrankt ist, und die Kinder beim Treffen mit den Spielern einfach mal auf andere Gedanken gekommen sind. So ein Kinderlächeln ist Gold wert!

Wie gesagt, man kennt sich, es gibt aber keine enge regelmäßige Zusammenarbeit oder Projekte – dafür sind wir sicherlich auch zu „klein“, obwohl wir uns auch nicht verstecken müssen, was unsere Ideen und Projekte angeht. Offen für engere Zusammenarbeit wären wir allerdings, da es uns die Arbeit sicher erleichtern würde und wir bestimmt ein positives Beispiel für Ehrenamt sind – sowas steht jedem Verein gut zu Gesicht, ich wüsste nicht, dass es Vergleichbares in „Lüdenscheid“ gibt.

SCHALKE UNSER:

Am 25. März veranstaltet ihr eine große Fan-Party in der Vest-Arena in Recklinghausen. Erzähl uns doch bitte mal, was da so alles abgehen wird und wer euch dabei unterstützt?

THOMAS:

Das ist richtig, wir stecken auch gerade mittendrin, was die Vorbereitungen angeht. Wir freuen uns auf die Vest-Arena, da wir bereits vor drei Jahren dort was machen wollten, aber der Termin nicht mehr frei war. Marco van Hoogdalem hat sich wieder als Gast angemeldet – er ist mittlerweile ein guter Freund und kommt privat. Passend zum Motto „20 Jahre Eurofighter“ lässt es sich auch der “linke Hammer” Ingo Anderbrügge nicht nehmen, dabei zu sein.

Fest zugesagt haben auch Schalke-Rapper Canun und Mütze, der sein neues Schalke-Album auf unserer Party vorstellen wird. Mit einem weiteren Music-Act sind wir uns einig. Wir konnten die Showband „Royal Flash – Da geht was“ verpflichten. Coversongs aus allen Bereichen, Rock, Pop, Schlager und natürlich kultige Schalke-Lieder, werden Euch in Partystimmung bringen. Wie jedes Jahr wird es auch diesmal wieder eine große Tombola geben. Einzigartige Preise warten auf euch: Original Fußballschuhe von Spielern des S04, signierte Trikots, ein Arena-Team-Gutschein für ein Heimspiel Eurer Wahl … und und und! Ein Los wird traditionell 1 Euro kosten und der Erlös aus dem Verkauf geht diesmal an die Franziskus-Hospiz-Stiftung in Recklinghausen, die sich um schwerkranke und sterbende Menschen kümmert und Kindern in Not hilft.

Bei Fassbier und Bratwurst vom Holzkohlegrill hoffen wir darauf, viele unserer Freunde und Unterstützer zu treffen, um gemeinsam wieder ordentlich was zusammen zu bekommen.

Online gibt es Karten hier.

Oder bei Karin in der Würstchenbude bei jedem Training oder vor’m Spiel – ebenso an der „1000 Freunde“-Mauer beim Heimspiel zwei Stunden vor Anpfiff.

SCHALKE UNSER:

Wie kann man euch und eure Aktionen sonst noch unterstützen? Seid ihr ein gemeinnütziger Verein, von dem man auch eine Spendenquittung erhalten kann?

THOMAS:

Wir freuen uns über jegliche Hilfe. Wir sind seit April 2014 ein eingetragener Verein mit allen Rechten und vor allem Pflichten. Bei Geldspenden stellen wir Spendenquittungen aus. Was wir gut gebrauchen könnten, wären natürlich finanzielle Dauerunterstützer, die hinter unserer Idee stehen. Natürlich werden diese dauerhaft auf den einzelnen Homepages genannt und auch immer wieder auf den Feiern. Ideelle Unterstützung ist natürlich auch immer gerne gesehen:  mal am Spieltag vor der Feier Flyer verteilen oder Fachleute, die helfen, ohne gleich eine Riesenrechnung zu präsentieren – ich denke da an Steuerberatung. Jeder ist herzlich willkommen. Nur gemeinsam sind wir nämlich stark.

Ansonsten: Kommt einfach zur Mauer und spendet für die Bändchen, die wir produzieren lassen. Oder bestellt diese online.

SCHALKE UNSER:

Lieber Thomas, wir wünschen euch für Euer Engagement weiterhin viel Erfolg. Glückauf!

THOMAS:

Gerne, und wir haben zu danken, unser Projekt weiter bekannt zu machen.

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