Der gläserne Fan

(rk/pr) In ausgewählten europäischen Stadien soll ab der Saison 2004/05 ein Pilotprojekt starten, das die lückenlose Überwachung aller Zuschauer sicherstellen soll. Für die Finanzierung will die EU sorgen, die sich dadurch ein höheres Maß an Sicherheit verspricht.

Automatische Gesichtserkennungssysteme nehmen eine bedeutende Stellung innerhalb der biometrischen Zutrittskontrollsysteme ein. Beispielweise werden sie an Geldautomaten eingesetzt. Vom geplanten Einsatz in den Stadien verspricht sich die UEFA eine lückenlose Strafverfolgung, und sollte sich das Verfahren bewähren, plant man den Einsatz in allen Stadien der ersten bis dritten Ligen Europas.

Die automatische Zuordnung des Fans soll durch eine vorherige Identifizierung erfolgen. Hierfür werden Spezialkameras mit entsprechender Hard- und Software an den Eingängen installiert. Während herkömmliche automatische Gesichtserkennungssysteme durch vor die Kamera gehaltene Fotos getäuscht werden können, da die Kamera nur zwei Dimensionen erfasst, orientiert man sich beim jetzt entwickelten neuen Erkennungsverfahren viel stärker am biologischen Vorbild des menschlichen visuellen Systems.

Besonders das Konzept der sakkadischen Augenbewegungen wird durch entsprechende Algorithmen simuliert. Was immer das heißen mag.