(cm/rk) Vor 25 Jahren stand ein Kinofilm über Schalke 04 und den Bundesligaskandal kurz vor der Umsetzung. Die Drehbuchautoren Ecki Vollmar und Tomasso Schultze erzählen im Gespräch mit SCHALKE UNSER, warum das „Glückauf“-Filmprojekt bis heute nachwirkt – und warum es immer noch weh tut, dass es nie realisiert wurde.
SCHALKE UNSER:
Es ist ungefähr 25 Jahre her, dass ihr euch mit einem Drehbuch beschäftigt habt, von dem kaum jemand etwas weiß. Ein Film über Schalke, über den Bundesligaskandal – und doch viel mehr als das. Wie kam es zu dieser Idee?
Tomasso:
Die Grundfrage war eigentlich simpel – und sie ist es bis heute geblieben: Warum gibt es keinen wirklich guten Fußballfilm? Also nicht nur einen Film mit Fußball, sondern einen, der Fußball wirklich versteht und ernst nimmt. Mich hat das schon als Kind umgetrieben. Ich erinnere mich sehr klar an zwei Dinge aus meiner frühen Kindheit: an die Radioreportage vom WM-Finale 1954 – dieses legendäre „Rahn müsste schießen!“ – und an den Bundesligaskandal Anfang der 70er. Beides hat sich eingebrannt. Irgendwann dachte ich: Wenn man über Fußball im Kino erzählt, dann doch bitte über diesen Bruch – nicht über den Triumph, sondern über den Moment, in dem etwas verloren ging. Der Skandal war ja nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern ein gesellschaftlicher Einschnitt.
Ecki:
Uns hat sehr früh interessiert, dass der Skandal eben nicht nur ein sportliches Ereignis war. Nach diesem Einschnitt war der Fußball ein anderer: professioneller, härter, kommerzieller. Das passt ziemlich exakt zu dem, was damals auch in der Bundesrepublik in dieser Phase passiert ist. Die eigentlichen Bestechungssummen waren lächerlich klein – 1000 oder 2000 Mark –, aber die Wirkung war riesig: Ganze Stadien waren leer, das Vertrauen war weg, Meineide wurden geleistet, die Unschuld des Fußballs ging verloren. Und das ist doch eigentlich der Stoff, aus dem Kino gemacht ist. Uns ging es nie darum, den Skandal nachzuerzählen. Wir wollten ein Drama, ein Zeitgemälde. Der Skandal war der Hintergrund, die Folie, vor der wir Figuren erzählen wollten: Spieler, Väter, Söhne, Fans, Funktionäre – Menschen, die alle an einem Wendepunkt stehen.
Tomasso:
Der Bundesligaskandal war ja kein isolierter Vorgang, kein Betriebsunfall des Sports. Der war eingebettet in eine Zeit, in der sich die Bundesrepublik insgesamt neu sortiert hat. Wir reden über Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre: Das Land ist noch tief in der Nachkriegszeit verhaftet, aber gleichzeitig bricht etwas auf mit der Studentenbewegung, Vietnam, Notstandsgesetze oder RAF. Das alles schwingt im Hintergrund mit. Und plötzlich wird auch der Fußball politisch, ohne dass er es will.
Ecki:
Der Fußball war bis dahin ein Arbeitervergnügen. Samstags um halb vier Bier, Bratwurst und Stehplatz. Die Spieler waren Teil der Gemeinschaft. Die haben nebenher gearbeitet; sie hatten normale Berufe. Dann kam dieser Skandal und auf einmal war klar: Das ist nicht mehr naiv. Da fließt Geld. Da wird taktiert. Da gibt es Interessen. Danach hat man gesagt: Dann machen wir es halt offiziell; dann professionalisieren wir es komplett. Damit war die Unschuld verloren. Das Spiel gehörte nicht mehr nur uns. Es gehörte jetzt auch Investoren, Funktionären und Fernsehsendern. Vorher war vieles schmutzig, aber ehrlich. Danach war vieles sauber – aber kalt. Das gilt nicht nur für den Fußball, das gilt für ganz Deutschland. Die Bundesrepublik Deutschland entscheidet sich in dieser Zeit sehr bewusst für einen durchkapitalisierten Weg mit Wachstum, Konsum und Effizienz. Und das siehst du im Fußball wie unter dem Brennglas.
Tomasso:
Wir haben das anfangs selbst kritisch diskutiert, aber Schalke war deshalb für uns so perfekt. Schalke ist das Sinnbild des Arbeitervereines: Kohle, Malocher und Gemeinschaft. Wenn man so will, die Seele des deutschen Fußballs. Wenn sich dort etwas verändert, dann verändert sich symbolisch alles. Das war unser Ansatz. Wir wollten erzählen, wie ein Land sich entscheidet, erwachsen zu werden, und dabei etwas verliert. Film ist Konflikt. Und dieser Konflikt war riesig. Danach war nichts mehr wie vorher. Sponsoren, Ligen und Geld – alles kam in Bewegung. Und Schalke stand dafür wie kaum ein anderer Verein.
SCHALKE UNSER:
Wie habt ihr diesen gesellschaftlichen Umbruch konkret in die Geschichte eingebaut?
Ecki:
Über Figuren, immer über Figuren. Der korrupte Starspieler Paul Kupek steht für das Alte, das brüchig wird. Er ist Volksheld, Idol, aber innerlich längst zerrissen. Der junge Thomas Köhler steht für die neue Generation, die noch glaubt, dass Leistung und Anstand reichen. Und dann gibt es die Vaterfiguren: Der leibliche Vater, der noch aus einer Zeit kommt, in der Fußball einfach Fußball war. Und der Ersatzvater, der Ruhm und Geld verkörpert. Das ist nicht nur eine private Geschichte – das ist Deutschland im Kleinen.
Tomasso:
Parallel dazu gibt es die politische Ebene. Die Freundin des jungen Spielers ist links, RAF-sympathisierend, wird verhaftet und verhört. Das ist kein Zufall. Das ist die gleiche Zeit. Während auf dem Platz über Geld entschieden wird, wird draußen über Systemfragen gestritten. Uns ging es darum zu zeigen: Das alles passiert gleichzeitig. Der Fußball ist kein Paralleluniversum.
SCHALKE UNSER:
Diese Verbindung von Fußball, Politik und Gesellschaft wirkt heute fast radikal. Hattet ihr damals Sorge, dass das zu viel ist?
Ecki:
Nein. Eher im Gegenteil. Wir hatten Sorge, dass es sonst banal wird. Ein Film nur über Spielmanipulation hätte uns nie interessiert. Uns ging es um das große Bild. Und wir hatten damals noch diese Freiheit, Dinge einfach zu denken. Wir waren Kinofans, keine Content-Lieferanten. Heute würde man uns wahrscheinlich sagen: „Zu komplex, zu düster, zu wenig Zielgruppe.“
SCHALKE UNSER:
Kommen wir zur Geschichte selbst. Was war euch beim Erzählen besonders wichtig?
Ecki:
Dass jede Fußballszene ein eigenes Drama ist. Kein sinnloses Gekicke. Jede Szene sollte dramaturgisch notwendig sein. Wir haben Fußball wie Schlachten gedacht – mit eigener Dramaturgie, Perspektive und Rhythmus.
Tomasso:
Am Ende läuft alles auf ein einziges Spiel hinaus. Der korrupte Star, der junge Spieler, der sich beweisen muss, sowie der Vater, der glaubt, seinen Sohn zu verlieren. Parallel dazu politische Verhaftungen, private Konflikte – alles kulminiert. Dann die Entscheidung: Verkaufe ich meine Seele – oder spiele ich Fußball, wie ich ihn liebe?
SCHALKE UNSER:
Ihr habt im Laufe der Zeit mit mehreren Regisseuren gesprochen. Wie lief diese Suche ab?
Tomasso:
Sehr intensiv. Es war klar, dass dieser Film nur mit einem Regisseur funktioniert, der Figuren versteht und der gleichzeitig in der Lage ist, den Fußball filmisch ernst zu nehmen und entsprechend umzusetzen. Wichtig war uns auch: Der liest das Drehbuch richtig, der sieht die Stärken, aber auch die Probleme. Das war für uns der Test: Wer das Buch liest und keine Schwächen benennt, ist nicht der richtige. Wir hatten Gespräche mit Dominik Graf, einstmals großer Fußballfan, der aber just dann eine skeptischere, zynischere Haltung zum Thema in sich entdeckte. Der Produzent Dirk Dotzert war tief vernetzt in der Branche. Dirk hat unter anderem Dennis Gansel und Fatih Akin das Drehbuch angeboten – das Feedback war immer sehr positiv. Dann kamen wir auf Peter Keglevic, den Regisseur von „Der Bulle und das Mädchen“ und „Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker“. Keglevic kannte die Zeit sowie die Atmosphäre und erinnerte sich natürlich an die Geschehnisse rund um Schalke zu der Zeit. Am Ende schied er leider aus Zeitgründen aus; er hätte sicher einen tollen Film gemacht.
SCHALKE UNSER:
Am Ende habt ihr euch besonders intensiv mit Ben Verbong beschäftigt. Warum?
Ecki:
Ben war in vielerlei Hinsicht ideal: ein erfahrener Regisseur, ruhig, klug, extrem stark bei Figuren und emotionalen Bögen. Er hat das Drehbuch nicht zerlegt, sondern Fragen gestellt, sehr präzise Fragen. Er hat sofort verstanden, dass es eine Vater-Sohn-Geschichte ist, dass es um Loyalität geht, um Verführung und um Entscheidungen. Ben war jemand, der uns ernst genommen hat und nicht so getan hat, als wüsste er alles besser. Er hat die Qualität des Stoffes gesehen, aber auch die Stellen, an denen man dramaturgisch noch sauberer hätte werden können.
SCHALKE UNSER:
Dann kam es zu umfangreichen Überarbeitungen am Drehbuch, die ihr sehr kritisch seht. Was ist da passiert?
Ecki:
Das war eine klassische Branchenkatastrophe. Es gab ein externes dramaturgisches Lektorat, das mit dem Stoff nichts anfangen konnte. Fußball war für diesen Dramaturgen kein ernstzunehmendes Thema. Er hat Dinge kritisiert, die aus unserer Sicht genau die Stärke des Buches waren – und daraufhin wurde ein Rewrite beauftragt. Ohne uns.
Tomasso:
Der Autor dieses Rewrites hat das Drehbuch komplett umgebaut. Zentrale Figuren verändert, den Vater praktisch aus der Geschichte entfernt und neue Nebenstränge eingeführt, die mit dem Kern nichts mehr zu tun hatten. Das war kein Feinschliff. Das war ein Abriss.
Ecki:
Ben Verbong war davon verständlicherweise irritiert. Er hatte sich auf ein bestimmtes Buch eingelassen – und bekam plötzlich ein völlig anderes. Kurz danach ist er ausgestiegen. Das war ein massiver Einschnitt. Wir haben diese Fassung sofort verworfen und sind zu unserer Version zurückgekehrt, aber der Schaden war angerichtet.
SCHALKE UNSER:
Wie konkret war die Produktion denn nun wirklich?
Tomasso:
Sehr konkret. Das ist wichtig zu verstehen. Das war kein Hirngespinst, kein früher Projektentwurf, sondern ein voll entwickeltes Drehbuch mit mehreren Fassungen und einem klaren Konzept – und vor allem ein komplettes sehr solides, sehr attraktives Paket drumherum, das Dirk über lange Zeit mit viel persönlichem Einsatz und Risiko geschnürt hat. Es war eine namhafte, erfolgreiche Münchner Produktionsfirma mit an Bord. Es gab Zusagen von bekannten und populären Schauspielern wie Peter Lohmeyer, Joachim Król, Thomas Thieme und Simone Thomalla. Tom Tykwers Kameramann Frank Griebe war dabei. Wir hatten einen Verleih und wir hatten ernsthafte Förderaussichten: Die Filmförderung Hamburg war bereits an der Entwicklung beteiligt. Das war kein „Vielleicht“. Wir waren an dem Punkt, an dem normalerweise Filme gemacht werden.
Ecki:
Der entscheidende Moment war Cannes. Während der Filmfestspiele saßen wir in einem Luxusrestaurant an der Côte d’Azur zusammen: Filmförderung, Verleih, Produzenten, Schauspieler Peter Lohmeyer und Joachim Król – alle da. Ich durfte eine Rede halten. Es gab Applaus. Man versprach uns die Förderung per Handschlag. Wir waren uns sicher: So weit waren wir noch nie. Jetzt wird der Film gemacht. Cannes ist nicht nur Glamour, sondern Marktplatz. Dort werden Projekte nicht nur vorgestellt, sondern politisch und wirtschaftlich verabredet. Wenn dort Förderer sagen: Wir machen das, dann ist das normalerweise belastbar. In unserem Fall war es so, dass die zentrale Landesförderung signalisiert hat, einzusteigen – unter der Voraussetzung, dass auch ein großer Fernsehsender beteiligt ist. Das war damals Standard. Kino allein reichte nicht.
Tomasso:
Und da lag der Knackpunkt. Sobald sich der Sender zurückzieht, bricht das ganze Finanzierungsmodell zusammen. Und genau das ist leider passiert. Die zentrale Förderung aus NRW kam nicht zustande, weil es keine TV-Beteiligung gab. Ohne Sender kein Geld. Ohne Geld kein Film. Das war keine inhaltliche Ablehnung, sondern eine strukturelle. Und das ist das Bittere. Wir hatten alles: Stoff, Team, Schauspieler, Verleih und den Verein FC Schalke 04 im Rücken. Aber das System funktioniert so, dass ein einzelnes Nein alles kippen kann. Es ist wie ein Dominostein. Fällt einer, fällt alles.
SCHALKE UNSER:
Gab es danach noch Versuche, das Projekt zu retten?
Tomasso:
Mehrere, vor allem vom Produzenten Dirk Dotzert. Es wurde neu eingereicht, neu gesprochen, neu verhandelt. Aber das Momentum war weg. In der Branche ist es so: Wenn ein Projekt einmal „verbrannt“ ist, glauben viele automatisch, dass etwas damit nicht stimmt. Auch wenn das objektiv nicht der Fall ist. Das Feuer war kurz sehr hell – und dann aus. Und wenn es einmal aus ist, zündet es selten noch einmal.
Ecki:
Das ist in der Branche leider fast normal. Man kann das nicht schönreden. Aber man darf auch nicht vergessen: Das hatte nichts mit der Qualität des Stoffes zu tun. Deshalb tut es bis heute weh, dass dieser Film nie gedreht wurde. Nicht, weil wir recht haben wollten – sondern weil es ein verdammt guter Film gewesen wäre.
SCHALKE UNSER:
Wie reagierte eigentlich der Verein auf eure Filmidee?
Tomasso:
Peter Lohmeyer war nicht nur als Schauspieler wichtig, sondern auch als Partner. Dirk war mit ihm befreundet. Als tief-königsblauer Schal-ke-Fan hat Peter sofort gesehen, dass wir keinen Verein anklagen, sondern eine Epoche erzählen wollen. Er hat den Kontakt zu Andreas Müller hergestellt, er und Dirk haben sich mit Rudi Assauer getroffen, es gab ein Gespräch mit Josef Schnusenberg, Andi hat bei Adidas dafür geworben; es gab sogar schon ein Angebot von Porsche. Peter war unser „Glückauf“-Botschafter, ohne ihn hätte es das Projekt auf der Ebene so nicht gegeben. Der Verein hat überraschend offen reagiert. Wir hatten zunächst eher Angst, dass man uns von Schalke aus sagt: „Lasst das sein.“ Aber das Gegenteil war der Fall. Schalke hatte verstanden, dass wir keinen Enthüllungsfilm machen wollten, sondern eine Liebeserklärung. Das alles ist später versandet, aber es war real.
SCHALKE UNSER:
Ein zentraler Teil eurer Recherche war euer Aufenthalt in Gelsenkirchen – und besonders die Begegnung mit dem Schalker Detlef Aghte. Warum war das so wichtig?
Ecki:
Detlef war der Schlüssel. Ohne ihn wäre das Drehbuch ein anderes geworden. Wir haben ihn über euch in der Schalker Fan-Initiative kennengelernt und sind dann zu ihm gefahren – zu seiner Gaststätte im Bergischen Land, mitten in der Nacht. Es war stockfinster, er öffnete das Tor, zwei riesige Hunde, ein dunkler Gastraum. Seine Frau stellte uns Mett- und Blutwurstbrote hin, verabschiedete sich – und dann saßen wir da, tranken Bier, stundenlang bis tief in die Nacht.
Tomasso:
Detlef war ein Erzähler. Ein Typ aus einer anderen Zeit. Riesige Pranken, eine unglaubliche Herzlichkeit – und Geschichten, die dir den Atem nehmen. Gewalt, Loyalität, Chaos, Fußball, Freundschaft. Fast jede zweite Anekdote endete mit: „Dann hab’ ich ihm erst mal auf die Glocke gehauen.“ Und trotzdem war da nie Prahlerei. Es war einfach seine Welt.
Ecki:
Er hat uns von nächtlichem Sex auf der Hochsprungmatte im Stadion erzählt, von wahnwitzigen Mutproben, von Gewalt und von der Halbwelt, in die er und sein Bruder beinahe abgerutscht wären. Von Momenten, in denen er gemerkt hat: Jetzt wird es zu gefährlich. Jetzt muss ich raus. Diese Geschichten sind direkt in Figuren geflossen – vor allem in die Figur von „Zucker“. Nicht eins zu eins, aber im Kern. Diese Mischung aus Härte, Humor, Loyalität und Abgrund – das war Detlef. Ohne Detlef hätten wir nie den Mut gehabt, diese Welt so roh zu zeigen. Danach hatten wir keine Angst mehr vor Klischees, weil wir die Wirklichkeit kannten.
SCHALKE UNSER:
Ihr habt später erfahren, dass Detlef vor etwa drei Jahren gestorben ist. Was hat das mit euch gemacht?
Ecki:
Das hat mich wirklich getroffen. Wir hatten noch lange Kontakt. Er hat mir immer wieder geschrieben, wollte wissen, wie es mit dem Film weitergeht. Ich musste ihm irgendwann sagen: Das Projekt ist tot. Aber er hat trotzdem weitergeschrieben. Zu wissen, dass er jetzt nicht mehr da ist, aber in diesem Drehbuch weiterlebt, das ist etwas Besonderes.
SCHALKE UNSER:
Was bleibt aus heutiger Sicht?
Ecki:
Ein sehr gutes Drehbuch. Und die Gewissheit, dass es nicht an der Geschichte gescheitert ist.
Tomasso:
Und die Erfahrung, wie nah Erfolg und Scheitern im deutschen Kino beieinanderliegen. Manchmal trennt sie wirklich nur eine Unterschrift.
SCHALKE UNSER:
Letzte Frage: War dieses Projekt eher Scheitern oder Geschenk?
Ecki:
Beides. Als Filmprojekt eine Niederlage. Als Erfahrung ein Geschenk. Diese Zeit, diese Recherche und diese Begegnungen – das alles trägst du ein Leben lang mit dir.
Tomasso:
Und vielleicht ist es auch schön, dass dieser Film in gewisser Weise nie „verbraucht“ wurde. Er lebt weiter – in Gesprächen wie diesem.
SCHALKE UNSER:
Und vielleicht ja irgendwann doch noch auf der Leinwand. Vielen Dank für dieses Gespräch. Glückauf.

