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Nummer 41.119

SCHALKE UNSER schildert in aufwühlenden Tatsachenberichten die Entdeckung der Leidenschaft. Mitmenschen brechen das Schweigen. Diesmal Claudia aus Münster. Auch sie berichtet von Euphorie und Ekstase, von Abhängigkeit und Sympathie. Sie ist hörig – dem S04. Aber sie ist nicht allein. Eine Serie voller Schicksale. Mitten aus dem Leben. Ungeschminkt. Schreibt uns, wie es Euch erging beim ersten Mal.

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Der Staatsanwalt greift ein

Fast zwei Jahre nach dem ominösen Spiel gegen Bielefeld ging es den Schalker Spielern und Verantwortlichen richtig an den Kragen: Im Rahmen ihrer Ermittlungen leitete die Bielefelder Staatsanwaltschaft 18 Verfahren gegen Funktionäre und Aktive des Vereins wegen Meineides ein. Paragraph 154 des Strafgesetzbuches sieht für dieses Delikt „Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr“ vor. Sensationelle Enthüllungen machten die Staatsanwälte Kny und Dieckmann in Bielefeld: Danach hätten Schalker Spieler zwischen 130.000 und 150.000 Mark Schweigegeld an den ehemaligen Arminen-Spieler Waldemar Slomiany gezahlt.

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Knallharte Urteile

Im ersten Bundesligaspiel der Saison schlug Schalke Hannover 96 mit 3:1. Doch noch vor dem zweiten Spieltag nahm das Sportgericht Klaus Fischer und Stan Libuda in eine Vorsperre. Richtig verwundert hat das niemanden mehr. Aber die Frage war: Musste man mit der Sperre bis unmittelbar vor dem Spiel gegen Kaiserslautern (das Schalke mit 0:2 verlor) warten? Präsident Siebert war nicht mehr zu halten: „Wenn das so weiter geht, gibt Schalke die Lizenz zurück.“

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Die Angst geht um

Während der Vorbereitung auf die neue Saison fand die Verhandlung gegen Sobieray, Pohlschmidt, Galbierz und Pirkner (er hatte als einziger der Beschuldigten keinen Eid geleistet) statt. Als Hans Kindermann zu seinem Plädoyer ansetzte, rutschte Co-Trainer Friedel Rausch immer tiefer in seinen Sessel. Gleichmäßige Atemzüge bekundeten kurz darauf, dass er eingenickt war. Sein Gähnen sprach auch für die Skandal-Müdigkeit, die noch nie so bewusst spürbar in den Räumen des DFB-Hauses hing.

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„Das 04 kann man streichen“

(fr/bob/axt) In drei Monaten wird er 80 Jahre alt – „wenn ich das noch erlebe“, so der rüstige Fußball-Rentner nonchalant. Paul Matzkowski, Schalkes Altinternationaler, der aber im sogenannten „3. Reich“ nicht zum Einsatz kam: 40 reisten zur Auswahl an, 39 durften spielen – nur Paul Matzkowski nicht, denn er war in keinem der Verbände, in denen man als „strammer Deutscher“ hätte sein müssen. SCHALKE UNSER sprach mit ihm über Macht, Möller und Moneten.

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Lieber Andy Möller,

Lieber Andy Möller, es kursieren immer wieder Diskussionen, wer oder was ein Schalker sei, wer ein richtiger Fan ist und welche Ansichten man vertreten muss, um kein Erfolgsfan zu sein. Meine Antwort: Ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur eines – was der große und ruhmreiche FC Schalke 04 für mich und mein Leben bedeutet: Schalke ist für mich ein ganz großes Stück Lebensqualität.

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