Die schönsten Skandale des FC Schalke 04

Der Mann im Nebel

(rk) Rudi Assauer wurde übel mitgespielt. Das ARD-Nachrichtenmagazin „Kontraste“ behauptete, der Manager wäre in einen Anlagebetrugskandal verstrickt gewesen. Assauer stritt hingegen alles ab, zeigte sich sogar recht amüsiert ob der skurrilen Berichterstattung: „Dienstagabend war auf der Geschäftsstelle immer mit der gesamten Belegschaft ‚Kontraste‘-Gucken angesagt. Man konnte darüber aber nur noch lachen. Die Geschichte war so dermaßen an den Haaren herbeigezogen.“

Neue Satzung – neuer Vorstand

(rk) Die Beurlaubung von Rudi Assauer durch den amtierenden Vorstand um Helmut Kremers wurde zum Bumerang. Nachdem eine Pressekonferenz die nächste jagte, in denen sich Verwaltungsrat und Vorstand gegeneinander angifteten, verlas Kremers völlig regungslos sein eigenes „Todesurteil“. Der Vorstand war aus dem Amt und bildete nun mit dem Verwaltungsrat bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung ein Übergangsgremium. Nur einen Tag später kehrte Assauer als Manager zurück.

Hauen und Stechen

(rk) Mit Eichberg war es aus. Geflüchtet nach Florida hinterließ er einen Schuldenberg auf Schalke, dessen Ausmaß niemand wirklich hat einschätzen können. Belege über Rechnungen und Geldeingänge waren unter dem „Sonnenkönig“ verschütt gegangen. Schalkes Buchhalter stocherten im Nebel.

Hallo Ü-Wagen

Während der Intertoto-Runde 1973 geschah das, was – insbesondere einer Frau in den 70er Jahren – niemals hätte passieren dürfen: Moderatorin Carmen Thomas versprach sich im Aktuellen Sportstudio und sagte „Schalke 05“. Alle Vorurteile schienen bestätigt – und noch heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Carmen Thomas wegen „Schalke 05“ den Moderatorenplatz räumen musste.

Zeitungsschlagzeile "Schalke-König Eichberg weg"

Die Spitze des Eichbergs

(rk) Günter Eichberg hatte mit seiner Marketing­GmbH Schulden in Millionenhöhe angehäuft. Niemand hatte noch den Durchblick. Und sportlich war Schalke unter Trainer Helmut Schulte zum Abschuss freigegeben. Konzeptlos, kopflos, und nun feuerte die Presse gegen Schalke.

Im Chaos versunken

(rk) Auch mit dem bis dato erfolgreichsten Vereinstrainer der Welt kam das Glück nicht zurück zum Schalker Markt. Udo Lattek hatte sich das wohl anders vorgestellt. Und Günter Eichberg erst recht. Ganz zu schweigen von den zig tausend Fans, die Schalke immer noch die Treue hielten. Auswärts lief einiges besser: In Bochum gab es einen 1:0-Sieg durch Christensen, vom HSV fuhr man siegreich mit 2:1 nach Hause. Zu Hause dann ein torloses Match gegen Eintracht Frankfurt, in Kaiserslautern ging Schalke mit 3:0 baden, dabei war der Ex- Schalker Bjarne Goldbaek der Mann des Tages.

Attacke-Profi

(rk) Günter Eichberg hatte nun mit Aleksander Ristic und Günter Netzer sein Traum-Duo um sich geschart. Da konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Doch er sollte nicht der Erste sein, der erfahren musste, dass man Erfolg nicht kaufen kann.

Sponsoren stehen Schlange

(rk) Günter Eichberg hatte sein erstes Nahziel erreicht: Der Aufstieg in die erste Bundesliga war geschafft. Die königsblaue Euphorie kannte keine Grenzen mehr. Laut Charly Neumann sollte Schalke in Zukunft nie mehr gegen Meppen oder Osnabrück spielen, sondern nur noch gegen Mailand, Madrid und Lissabon.