web487

Am Anfang war die Party

Ein Grillfest an einem heißen Juninachmittag, es war der 6.6.1971, im Offenbacher Vorort Hausen, Rosenstraße 19: Horst Gregor Canellas feiert seinen 50. Geburtstag. Einen Tag zuvor war sein Verein nach einer unglücklichen 2:4-Auswärtsniederlage gegen den 1. FC Köln am letzten Spieltag aus der Bundesliga abgestiegen. Eigentlich sollte man annehmen, dass Canellas an diesem Sonntag nicht zum Feiern zumute war. Doch der temperamentvolle Präsident hielt einige Trumpfkarten in der Hand, die ihn im berechtigten Glauben ließen, dass seine Kickers im nächsten Jahr nicht zum bitteren Marsch in die Regionalliga Süd antreten müssen.

Am Anfang war die Party Weiterlesen »

Lüge und Wahrheit

Über 30 Jahre ist es nun her, dass der Bundesliga-Skandal Deutschlands Kickerwelt in die schlimmste Krise seit Ligagedenken trieb. Siege, Niederlagen, Tore und Gegentore: Der naive Glaube an rein sportliche Realitäten war der Skepsis vor gebündelten Scheinen, gekauften Spielen und Spielern gewichen. Dennoch wurde die Bestechungsaffäre – nach der ersten großen Aufregung – der Öffentlichkeit nur in stereotypen Formeln bekannt. Fakten und Hintergründe blieben auf der Strecke.

Lüge und Wahrheit Weiterlesen »

Jungbrunnen Schalke

Siebert setzte die Verjüngungskur fort. Jürgen Sobieray aus der Schalker Jugend hatte bereits bei Weisweiler in Gladbach unterschrieben, wurde aber von Günter Siebert überredet zu bleiben. Rolf Rüssmann, ebenfalls Jugendnationalspieler, kam aus Schwelm. Im April 1970 hatte Siebert die Forderung aufgestellt, „Wir brauchen einen Mittelstürmer und Torjäger“, und erstmals den Namen Klaus Fischer ins Gespräch gebracht. Der damals 20 Jahre alte Vollblutstürmer, der zwei Jahre zuvor als „Rohdiamant“ vom SC Zwiesel nach München kam, war trotz seiner 19 Treffer mit 1860 abgestiegen. Die ’60er wollten allerdings ihren Torjäger auf keinen Fall abgeben. Der Schalker Vorstand schaltete jedoch schnell, schließlich war die halbe Bundesliga hinter Fischer her. Günter Siebert und Heinz Aldenhoven fuhren ins verschneite Zwiesel und sprachen mit Fischer und seinen Eltern.

Jungbrunnen Schalke Weiterlesen »

Die Forelle

Nachdem der Abstieg in der Saison 1965/66 noch mit Ach und Krach vermieden worden war, wollten die Schalker diesmal nicht mehr zittern. Dem Namen nach starke Spieler wurden verpflichtet wie Mittelstürmer Willi Kraus, Rechtsaußen Blechinger und der Jugoslawe Zarco Nikolic. Nikolic war vom Essener Spielervermittler Raymund Schwab als zigfacher jugoslawischer Nationalspieler den Schalkern angeboten worden.

Die Forelle Weiterlesen »

Die Bundesliga ist da

(rk) In der letzten Ausgabe berichteten wir über den zweiten großen Skandal in der Schalker Vereinsgeschichte. Schalke hatte groß investiert, um den Sprung von der Oberliga in die neu gegründete Bundesliga zu schaffen. Zuviel, wie sich herausstellte. Um die hohen Ablösesummen bezahlen zu können, griff Schalke zu allen – auch illegalen – Mitteln. Schließlich mußte sich Schalkes Präsident Dr. Georg König wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. In dieser Ausgabe berichten wir aber mal über einen Skandal, der sich positiv für Schalke auswirkte.

Die Bundesliga ist da Weiterlesen »

SCHALKE bleibt UNSER – der FC Schalke 04 darf keine Aktiengesellschaft werden!

(bm/mc) Die Redaktion SCHALKE UNSER und der FC Schalke 04 Supporters Club e.V. sehen die Gefahr, daß der Verein in einer Nacht- und Nebelaktion auf einer der nächsten Jahreshauptversammlungen den Gang an die Börse wegen plötzlich aufkommender Finanznöte, z.B. beim Stadionneubau, beschließt. Die Mitglieder „müssen“ dann, wegen einer „alles oder nichts“-Situation, dem Gang an die Börse zustimmen.

SCHALKE bleibt UNSER – der FC Schalke 04 darf keine Aktiengesellschaft werden! Weiterlesen »

„Von 70.000 Zuschauern auf einmal zu 50 Kühen“

(jb/pk/rk) Bedankt, Rene! Es war schon unglaublich, in welch kurzer Zeit sich René Eijkelkamp in die Herzen der Schalker Fans spielte. Nun zwang ihn eine Achillessehnen­Verletzung zum Ende seiner Profi­Karriere. Ganz klar, daß die SCHALKE UNSER-Redaktion ihn noch einmal in seiner Heimat, in Hoonhorst bei Zwolle, besuchte und mit ihm über seine Landsleute, seine Zukunft und seine Nase redete.

„Von 70.000 Zuschauern auf einmal zu 50 Kühen“ Weiterlesen »